Glen Scotia | aged 12 years | Whisky for the Year 2026

Es gibt Whiskys, bei denen es eigentlich verwunderlich ist, warum es sie erst jetzt gibt. Mein Einstieg in die Whiskywelt waren 12 Jahre alte Whiskys von Glenfiddich und Glenlivet. Wie kann es da sein, dass ein angemessener 12jähriger in der Core Range von Glen Scotia erst 2025 auftaucht? Egal - dieser Whisky erfüllt viel von dem, was ich mir als Nerd von guten Whiskys wünsche: Er ist 12 Jahre alt, er ist mit 46%vol. abgefüllt, nicht kühlgefiltert und nicht gefärbt. Eigentlich sind die Wünsche der Nerds doch gar nicht so abgehoben. Dieser Glen Scotia trägt den Titel 'Classic Campbeltown Malt', was zutreffend ist, denn er reifte klassisch in 1st Fill ex-Bourbon Barrels. Erhältlich ist er Ende 2025 für 42 €. Der Whisky ist unpeated. Ich finde das schade - für den Einstieg in die Glen Scotia Range ist es aber sicherlich die richtige Entscheidung.

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MacPhail’s | aged 50 years

Ok, das hier ist eine ganz besondere Erfahrung, vor der ich schon einigen Respekt habe. Dieser Whisky von Gordon & MacPhail ist 50 Jahre alt und stammt aus einer geheimen Speyside Distillery. Er kostet ca. 3.500 €, aber das spielt hier keine Rolle. Er wurde 2024 abgefüllt, stammt also aus den 1970er Jahren. Und ich freue mich massiv, eine schönes Sample von Kirsch Import erhalten zu haben, um so etwas einmal probieren zu können. Ein Whisky, den ich mir extra für das Neujahrstasting aufgehoben habe (ich mache das Tasting vor dem Jahreswechsel - aber das ist der würdige Zeitpunkt, es zu veröffentlichen). Die Farbe ist nicht zu dunkel, Angaben zum Fass finde ich nicht.

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Glenburgie | aged 30 years | The Awakening Series

Zur ersten Whisky Live Germany hat der Veranstalter Kirsch Import eine Reihe exklusiver Abfüllungen als The Awakening Series abgefüllt. Dieser 30jährige Glenburgie stammt aus einem 1st Fill Sherry Butt, in dem er sicherlich nicht die kompletten 30 Jahre lag. Die Farbe ist kräftig, aber nicht besonders dunkel. In einem Kommentar unter der Review auf WhiskyJasons englischsprachigem Youtube-Kanal schreibt Andrew Symington, der Whisky sei 5 Jahre im Sherry Butt gewesen. Das passt farblich und von der Anzahl der abgefüllten Flaschen. Gekostet hat der Whisky wohl um die 260 €, was außerhalb meiner Range liegt. Neugierig war ich trotzdem und habe mir ein Sample besorgt.

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Williamson | aged 13 years | Living Souls

Der junge unabhängige Abfüller Living Souls tritt 2025 mit einem 13jkährigen Laphroaig an, der diesen Namen nicht tragen darf und Williamson heißt. Es ist offiziell auch kein Single Malt, sondern ein teaspooned Blended Malt Scotch Whisky. Gut, kann man philosophieren, ob hier tatsächlich ein Schluck eines anderen Whiskys hinzugefügt wurde. Der Whisky stammt aus Refill Bourbon Barrels und hat eine Trinkstärke von 46%vol, ist nicht gefärbt und nicht kühlgefiltert. Damit hebt er sich von vielen originalen Laphroaigs ab. Den Preis von um die 90 € halte ich für zu ambitioniert - immerhin gibt es die 12jährige Originalabfüllung aus dem Travel Retail mittlerweile auch im normalen Handel für teilweise deutlich unter 60 €.

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Laphroaig | 2015 – 2025 | The Single Malts of Scotland – Small Batch

Elixir Distillers haben in ihrer The Single Malts of Scotland 10jährigen Laphroaig abgefüllt, für den der unabhängige Abfüller tatsächlich die Namensrechte zu haben scheint. Sonst läuft unabhängiger Laphroaig ja oft unter der Bezeichnung Williamson, manchmal obendrein als Blended Malt. Hier gibt es ein Small Batch aus 3 Refill Hogsheads in erhöhter Trinkstärke von 48%vol.. Das könnte also die interessantere Version von Laphroaig 10 sein, der mit seinen 40%vol. bei Nerds eher nicht funktioniert. Die Farbe ist goldgelb, das passt zur Reifung und täuscht nicht wie bei 10er aus der Core Range etwas vor, was der Whisky nicht hält.

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Laphroaig | Càirdeas 2025 | Lore Cask Strength

In jedem Jahr bringt Laphroaig zum Fèis Ìle eine Abfüllung für die Freund:innen der Distillery heraus. Die letztjährige Abfüllung war 10 Jahre alt und sollte an den ehemaligen Triple Wood erinnern. In diesem Jahr ist es eine fassstarke Variante des Lore, der inzwischen Cask Lore heißt. Zum Cask Lore schreibt Laphroaig, der sei aus sieben bis 21jährigen Whiskys aus fünf verschiedenen Fassarten komponiert. Enthalten sind Virgin Oak Fässer aus europäischer Eiche, Quarter Casks, Sherry Casks aus europäischer und amerikanischer Eiche und ex-Bourbon Casks. Diese werden auch in der Lore Cask Strength Abfüllung genutzt - ob die Altersbandbreite von 7 bis 21 Jahren auch bei der Càirdeas Abfüllung Anwendung findet, konnte ich weder auf der Website noch auf der Verpackung finden. Dort steht immerhin, dass der Whisky nicht kühlgefiltert ist. Zur Farbe steht dort nichts, es wird also ggf. gefärbt. Obwohl der Goldton des Whiskys insbesondere bei der Verwendung von Virgin Oak auch natürlich erreichbar sein sollte. Im Shop der Distillery ist der Whisky für 95 € erhältlich, auch im Versand. Das ist vielleicht ok. Die 125 bis 150 € die einige deutsche Shops aufrufen, sind das auf keinen Fall.

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Laphroaig | aged 12 years | Exclusive to Travellers

Wie lange haben wir auf eine solche Abfüllung gewartet? Ewig! Laphroaig, 12 Jahre alt, 46%vol., nicht gefärbt, nicht kühlgefiltert. Und noch etwas ist neu: Auf dem Label ist nicht mehr das Wappen des Prince of Wales, sondern ein echtes Royal Warrant von King Charles III. Die Farbe ist goldgelb, genau die Farbe, die ich nach 12 Jahren in American Oak Barrels erwarte. Den Whisky gab es zunächst nur im Travel Retail für etwa 60 €. Inzwischen findet man ihn auch in anderen Online Shops für um die 63 €. Das ist viel Geld - aber es ist halt Laphroaig. 

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Laphroaig | aged 10 years | Sherry Oak Cask Finish

Einer der ersten Whiskys, die ich in diesem kleinen Blog verkostet habe, war der Laphroaig 10 Sherry Oak. Es ist ein Whisky, der sich etwas aus der Range von Laphroaig abhebt. Er hat eine ordentliche Altersangabe, es ist angegeben, dass er in Sherry-Fässern aus europäischer Eiche gefinisht wurde. Es heißt, er sei nicht kühlgefiltert und nicht gefärbt. Aber stimmt das wirklich? Auf der Flasche findet sich keine Angabe, obwohl sie für den europäischen Markt ist. Könnte also tatsächlich ungefärbt sein. Allerdings geben manche Shops Farbstoff an, vielleicht aus Vorsicht. Wie auch immer: Bei wirklich integrem Whisky steht non chillfiltered and natural colour auf dem Etikett, das muss Laphroaig hier noch lernen. Aber ich will nicht meckern - der Whisky macht auf den ersten Blick viel richtig und man bekommt ihn im Angebot im Spätherbst 2025 bei einem normalen deutschen Shop für 49 €. Das ist ok. Also höchste Zeit, den Whisky erneut zu probieren.

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Secret Orkney | 2002 – 2025 | Speakeasy Whisky Club

Der Speakeasy Whisky Club ist ja vor allem als Youtube-Kanal bekannt, der gern mal gedisst wird, weil die vier Jungs halt keine konform abgehangenen Reviews machen, sondern etwas lauter und frecher sind. Mir macht das Spaß, zumal sie trotzdem gut vorbereitet sind und Infos zu den Abfüllungen und Distilleries liefern. Und nun haben sie auch eine erste Abfüllung, einen 22 Jahre alten Secret Orkney. Da muss man zum Glück nicht wirklich raten, um auf Highland Park zu kommen. Und da ich immer mal von deren Sampleliste bestelle, habe ich einfach so ein kleines Sample der Abfüllung bekommen. Darüber freue ich mich, denn Highland Park ist eine Lieblingsbrennerei. Und die Flaschen waren natürlich in Windeseile ausverkauft. Also dann - Highland Park, 22 Jahre alt, gereift in einem Hogshead. Das war auf jeden all Fall Refill, der Whisky ist golden und damit sicherlich kein überladenes Fassmonster.

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Nc’nean | Aon 2020 – 2025 | White Port Finish

Nc'nean - eine Distillery, die meine Triggerpunkte eigentlich komplett drückt: West Coast, abgelegen auf der Movern Peninsula, Organic, nachhaltig, tolles Design. Aber warum triggern mich die Whiskys bisher so wenig? Diese Abfüllung ist in gewisser Weise die Antwort. Die Distillery produziert seit 2017 und füllt hier trotzdem einen vier Jahre alten Whisky ab, der dann für fast 100 € angeboten wird. Sorry, aber quasi nebenan - auch wenn es auf dem Landweg eine ewige Strecke ist - produziert Ardnamurchan gehypte Whiskys mit gutem Alter. Die Distillery ist etwas länger am Start, ok, aber vier Jahre sind nicht akzeptabel. Und der Preis ist es auch nicht.

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