Blair Athol | aged 11 years | Ivy in Tennessee

Brave New Spirits suchen für ihre Abfüllungen immer fancy Namen. Diese Serie soll an Film Noir erinnern und heißt daher A Cask Noir Produktion. Im ersten Teil ist die Heldin Ivy in Tennesee. Ivy ist auch der Efeu - Blair Athol ist allerdings bewachsen von wildem Wein. Nun ja … Aber wenigstens passt Tennesse, denn der Whisky reifte im 1st fill Bourbon Hogshead. Also schauen wir mal, was Ivy so erlebt in Tennesee.

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Islay South Coast | aged 16 years | A Dream of Scotland

Achter und letzter Tag Fèis Ìle und es geht wieder an die Südküste zu Ardbeg. Die Standard Range ist solide und hervorragend - werden die Abfüllungen älter, sind sie unbezahlbar. Und dann gibt es die NAS Sonderabfüllungen mit den tollsten Geschichten. Für mich absolut uninteressant und überteuert.  Also muss für diese kleine Fèis Ìle Serie nochmal das Brühler Whiskyhaus ran, dass in der A Dream of Scotland Reihe manchmal auch undisclosed Ardbegs anbietet. Munkelt man zumindest ... Beim Brühler Whiskyhaus hat sich das Schema der Namen ihrer Abfüllungen inzwischen etwas etabliert. Steht South Islay auf dem Etikett, könnte es sich um Lagavulin handeln. Steht wie auf diesem Etikett Islay South Coast drauf, ist es wohl Ardbeg. Als kleinen Hinweis gibt es hier noch das Steampunk U-Boot mit dem kleinen Jack Russell Terrier, das schon mal auf einer Abfüllung auftauchte. Irgendwo hat der Herr Bonn also eine Quelle für Ardbegs, die bei den unabhängigen Abfüllern ja eher selten zu finden sind. Und auch bei der Brennerei selbst bekommt man ja eher keinen Whisky mit 16 Jahren aus dem Refill Oloroso Butt, so ganz ohne tolle Geschichte und Gedöns. Zumindest wäre er bei der Distillery selbst eher unbezahlbar. Hier ist er halt teuer, ca. 170 €, aber das ist aktuell so. Ich habe ein Sample, auf das ich mich freue.

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Staoisha | 2013 – 2023 | The Old Friends

Siebter Tag Fèis Ìle - es geht zurück an die Nord-Ost-Küste. Diesmal ist Bunnahabhain die Distillery of the Day. Die Brennerei macht wunderbaren Whisky ohne Torf - aber hey, es ist Fèis Ìle. Also nehme ich etwas Rauchiges mit dem Namen Staoisha, der Bezeichnung für die unabhängig abgefüllten Whiskys von Bunnahabhain. Staoisha ist unabhängig abgefüllter rauchiger Whisky aus der Bunnahabhain Brennerei und damit ein typischer Islay Whisky. Leider zeigt sich das auch immer mehr im Preis. Dieser 10jährige Staoisha aus dem 1st fill ex-Bourbon Barrel kostet 100 €. Ok, er ist cask strength, es ist ein Einzelfass. Aber am Ende ist es halt doch bourbongereifter Islay Whisky mit gerade mal 10 Jahren …

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Kilchoman | Vintage 2010 | An Samhradh 2023

Am sechsten Tag des Fèis Ìle ist Kilchoman dran. Lange war es die jüpngste Brennerei Islays mit fertigem Whisky, nun ist dies Ardnahoe - aber auch nur für kurze Zeit. Ein Einzelfass aus der Uniquely Islay Series, 12 Jahre alt, Bourbon Cask und exklusiv für den deutschen Markt. Schaut man in die Base, ist die auf 237 Flaschen limitierte Abfüllung auch im Frühjahr 2024 noch in vielen Shops erhältlich. Vielleicht liegt das am Preis von 130 - 140 € für den Whisky. Der Whisky hat eine relativ helle, gelbe Farbe. Verwendet wurde Malz mit 50 ppm Phenolgehalt.

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Mac-Talla | Fèis Ìle 2023 | Morrison Scotch Whisky Distillers

Der fünfte Tag des Fèis Ìle den Brennereien Bowmore und Ardnahoe gewidmet. Von Ardnahoe soll die erste Abfüllung erst kurz vor dem Fèis ìle auf den Markt kommen und Bowmore steht für mich inzwischen für totgefärbte Suppen mit dem Label von Luxusautos. Da habe ich keine Lust drauf. Also nehme ich einen Whisky der Morrison Scotch Whisky Distillers, der eher nicht aus der Bowmore Distillery stammt. Aber es gibt die Verbindung der Familie Morrison als ehemalige Eigentümer zur Distillery. Mac-Talla ist eine Marke für undisclosed Islay Whiskys der Morrison Scotch Whisky Distillers. Der Familie Morrison gehörte einst die Bowmore Distillery - davon sollte man sich hier aber nicht beeinflussen lassen. Undisclosed Islay ist nun mal meist Caol Ila. Der Whisky ist zum Fèis Ìle 2023 erschienen, hat aber keine Altersangabe. Und ob er Cask Strength ist oder nur erhöhte Trinkstärke hat, weiß man auch nicht. Auf jeden Fall hat er aber einen erhöhten Fèis Ìle Preis von 75 - 85 € und ist auch zum Fèis Ìle 2024 noch in einigen europäischen Shops erhältlich.

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Highgrove | 2006 – 2018 | Laphroaig Distillery

Der dritte Tag des Fèis Ìle wird königlich. Laphroaig ist der Whisky des Königs - zumindest ist der gleichnamige Artikel in diesem kleinen Blog einer der meistgeklickten (was natürlich immer noch nicht viel ist). Und natürlich wird es noch großartiger, wenn der Whisky dann unter dem Label Highgrove erscheint. Highgrove ist das Landgut von Charles III. in Gloucestershire, zu dem auch die ökologisch bewirtschaftete Duchy Farm gehört. Es ist also der mutmaßliche Lieblingswhisky des damals noch Prince of Wales und heutigen Königs und dem eigenen Label. Das ist interessant. Der Whisky wurde bereits 2018 abgefüllt und war vor einiger Zeit im Angebot eines Samplehändlers. Ich freue mich drauf.

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Caol Ila | 2007 – 2023 | Cask Strength Collection | Cask #203

Am dritten Tag des Fèis Ìle geht es an die Nord-Ost-Küste zu Caol Ila. Auch Caol Ila ist eine der Distilleries, mit deren Originalabfüllungen ich wenig anfangen kann. The Islay Home of Johnnie Walker, das löst bei mir Würgreflex aus. Aber zum Glück findet man immer wieder gute unabhängige Abfüllungen. Fass #204 habe ich bereits vor einiger Zeit probiert. Dies ist also ein Schwesterfass, der Whisky kam am gleichen Tag ins Butt #203 - reifte aber zwei Monate länger und wurde dann mit einem Alter von 16 Jahren abgefüllt. Auch diese Abfüllung ist tief golden, was manchmal nerven kann. Da mir die vorhergehende Abfüllung gut geschmeckt hat, freue ich mich auch auf das Tasting dieser Abfüllung.

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Port Charlotte | aged 14 years | A Dream of Scotland

Der zweite Tag des Fèis Ìle steht im Zeichen der Bruichladdich Distillery. Ich bin ein wenig unschlüssig. Ich könnte den neuen 18jährigen nehmen, von dem demnächst ein Sample kommt. Dann merckere ich wahrscheinlich wieder über die Relation vom Preis zur Qualität. Oder ich nehme einen Port Charlotte vom Brühler Whiskyhaus. Da meckere ich auch über den Preis, habe aber Spaß am Whisky. Ok, wirt hatten gestern Brühl, warum nicht auch heute. Und es wird wohl nicht das letzte Mal beim Islay-Festival sein ... Port Charlotte ist inzwischen ja auch eine Herausforderung. Alles, was nach Sonderabfüllung aussieht hat heftigste Preise. Gerade gibt es ein 18jähriges Distillery-Bottling, das Furore macht und für 205 € im Online Shop der Brennerei erhältlich ist (immerhin erfolgt der Versand aus Frankreich, sodass die Nebenkosten sich im Rahmen halten sollten). Für diese 14jährige Abfüllung aus der A Dream of Scotland Serie des Brühler Whiskyhauses wurden 168,90 € aufgerufen. Aber ADOS hatte schon großartige Port Charlottes ...

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South Islay | aged 13 years | Distilled at the Sonnenseite of Islay

Das Fèis Ìle beginnt bei Lagavulin, der Islay Distillery, mit deren 16jährigem die rauchige Whiskyreise vieler Nerds begann. Auch meine - aber der 16er fehlt seit vielen Jahren in meinem Regal. Neulich stand er für 104 € beim örtlichen Getränkehändler. Onlineshops bieten ihn für 80 € - im Sale aber auch für unter 70 € an. Mehr muss man eigentlich nicht wissen: Diageo hasst die Whisky Nerds! Also vergessen wir zum Fèis Ìle die offiziellen Bottlings, denn es gibt Alternativen:  Whiskytainment hin oder her - The Sonnenseite of Islay ist South Islay und das könnte beim Brühler Whiskyhaus Lagavulin sein. Wird offiziell natürlich nicht verraten (na ja …). Friendly Mr. Z. betreibt einen erfolgreichen Youtube-Kanal, tastet Whiskys und treibt weiteren Schabernack. Er arbeitet aber auch im Brühler Whiskyhaus und konnte so aus dem Bestand von Marco Bonn eine Abfüllung unter seinem Namen realisieren. Das ist ein großes Ding für ihn - und für uns ist es ein interessantes Ding, weil es eben Islay Whisky von der Südküste ist und wir wissen: Das kann das Brühler Whiskyhaus oft besonders gut. By the Way: Warum kann es die Brennerei selbst eigentlich nicht mehr, zumindest nicht mehr finanzierbar? Die Farbe ist sattes, leicht rötliches Gold, passend zum Sonnenuntergang.

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Kilkerran | aged 16 years | Glengyle Distillery

Fünfter Tag und in diesem Blog letzter Tag des Campbeltown Malts Festivals. Morgen geht es hinüber auf die Isle of Islay zum Fèis Ìle. Kilkerran 16 habe ich hier schon verkostet. Die damalige Abfüllung stammte aus dem Jahr 2021 und reifte zu 75% in ex-Bourbon und 25% in ex-Sherry. Zwei Jahre später erscheint das Batch in einer komplett anderen Zusammensetzung. Hier dominiert mit 60% ex-Sherry, dann kommen 35% ex-Bourbon und es gibt noch 5% ex-Rum-Fässer, die hoffentlich nicht allzuviel Einfluss nehmen können. Anfang 2024 kostet der Whisky zwischen 100 und 110 €, was im Kosmos von Springbank ein halbwegs akzeptabler Preis ist. Farblich ist der Whisky recht hell, es wird also eher kein 1st fill Sherry im Spiel sein. Die Glengyle Distillery wird nur kurze Zeit im Jahr betrieben wird, wenn das Team von Springbank während der Routine-Wartung der Distillery hinüber zu Glengyle wechselt. Und warum hat man hier bei der notorischen Knappheit der Whiskys beider Brennereinen nicht einfach eine längere Produktionsperiode? Limitierender Faktor für die Produktion von Springband und Glengyle ist die verfügbare Maltmenge, die komplett auf den eigenen Malzböden selbst hergestellt wird.

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