All Good Things Come in Threes | Caol Ila

So richtig lange ist es noch nicht her, da hatten die Manager von Diageo angedeutet, es werde kein Whisky mehr an die unabhängigen Abfüller abgegeben. Ob das dann in der Realität umgesetzt wurde? Keine Ahnung! Heute dürften die froh sein, wenn sie Fässer verkaufen können. Aber einen wirklichen Mangel an Caol Ila habe ich nicht festgestellt. Denn auch viele der undisclosed Islay Whiskys dürften aus der größten Distillery auf der Insel stammen.

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All Good Things Come in Threes | A Trip to Orkney

Orkney ist ein ganz besonderes Ziel oben im norden vor der Küste des schottischen Festlands. Die Inselgruppe unterscheidet sich von den Highlands. Das spiegelt sich auch bei dem Whisky wider, der klar mit Orkney verbunden werden kann - Highland Park. Während es Scapa nicht schafft, die wunderbare Lage in so etwas ähnliches wie Terroir zu transformieren, gelingt das Highland Park hervorragend. Der Whisky ist wiedererkennbar, der Heidetorf, der im Hobbister Moor auf Mainland Orkney verortet werden kann, sorgt für einen ziemlich einzigartigen Geschmack in der schottischen Whisky Range.

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The Tasteful Weekend | A Weekend Dram from Balvenie

Es gibt Brennereien, die fand ich, als mein Interesse für Whisky geweckt war, toll. Balvenie stand damals für wirklich guten Whisky, das war quasi der bessere Verwandte von Glenfiddich. Aber irgendwann geht die Whiskyreise weiter, ich habe den Spaß an gefärbten und kühlgefilterten Whiskys verloren und Balvenie hatte dann nicht mehr viel zu bieten. Treotzdem hat die Distillery einen guten Ruf - also lohnt es sich, das Wochenende mit unabhängigem Balvenie zu verbringen.

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All Good Things Come in Threes | 100 Proof

Mit schöner Regelmäßigkeit bringt Signatory Vintage neue Abfüllungen der 100 Proof Edition auf den Markt. Die Meinungen zu den Abfüllungen sind oft gespalten. Klar loben die meisten das Preis-Leistungs-Verhältnis. Aber Signatory hat auch eine spezielle Art der Sherry-Reifung in aktiven seasoned Casks, die oft den eigenen Charakter der Whisks überbügelt. Andere kritisieren, dass der Alkohol manchmal ungenügend eingebunden sei. Ich finde die Abfüllungen immer wieder interessant und versuche, sie zumindest zu probieren.

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All Good Things Come in Threes | Kilchoman

Kilchoman ist eine der festen Größen auf der Isle of Islay. Inzwischen gehört die seit mehr als 20 Jahren produzierende Distillery fast schon zu den klassischen Islay Distilleries. Aber Kilchoman ist anders. Nachdem Bruichladdich zurück in die Hände eines Konzern gelangt war, war Kilchoman die einzige unabhängige Brennerei auf der Insel. Jetzt gibt es auch Ardnahoe, die Brennerei von Hunter Laing und Ian MacLeod hat zusammen mit den Islay Boys gerade Laggan Bay gestartet. Und Elixir geht demnächst mit Portintruan an den Start.

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The Tasteful Weekend | A Weekend Dram from Glen Garioch

Glen Garioch ist eine eher unauffällige Brennerei, nicht sonderlich spektakulär in Old Meldrum in den Highlands oberhalb von Aberdeen. Die Distillery ist mit den beiden anderen Morrison Bowmore Distilleries Auchentoshan und Bowmore 1994 an den japanischen Konzern Suntory (heute Suntory Global Spirits) verkauft worden. Glen Garioch produziert robuste Highland Whiskys mit einer deutlichen Sherry Reifung. Wahrscheinlich landet jede:r  auf der Whiskyreise irgendwann beim  Glen Garioch 15 und ist angetan von diesem ordentlichen Whisky aus dem Oloroso Butt. Aber sind am Ende Bourbon gereifte Glen Gariochs von unabhängigen Abfüllern nicht viel interessanter?

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Five in a Row | Craigellachie – Speyside meets Funk

Die Speyside ist ja eher die Region der großen Massenwhiskys, die den typischen Whiskytrinkern gefallen sollen. Glenfiddich, Glenlivet, Macallan - die drei größten Single Malt Distilleries befinden sich in der Speyside. Craigellachie hat ein Fünftel der Produktionskapazität von Glenlivet oder Glenfiddich - produziert aber, obwohl es auch eine Konzernbrennerei (Bacardi) ist, den interessanteren Whisky. Denn der hat als Zugabe zur Speyside-Fruchtigkeit auch ein wenig Funk.

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All Good Things Come in Threes | Ardnahoe​

Ardnahoe ist die 10. Brennerei auf der kleinen Insel Islay und muss sich in einem Umfeld behaupten, in dem die Brennereien in der Regel das gleiche machen - rauchigen Whisky. Den macht auch Ardnahoe und hält sich ans Schema: Wie bei den Nachbardestillen Caol Ila und Bunnahabhain ist der Rauch weniger heftig und maritim als der an der Südküste. Immerhin ein Alleinstellungsmerkmal hat Ardnahoe - es ist die einzige Brennerei auf der Insel mit Worn Tubs. Zumindest für die Nerds ist das interessant.

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Five in a Row | James Eadie

James Eadie ist jetzt seit mehr als 10 Jahren als unabhängiger Abfüller aktiv und hat es in dieser Zeit geschafft, sich einen guten Ruf in der Szene zu erarbeiten. Das liegt sicherlich auch daran, dass man sich nicht nur Gedanken um neue Abfüllungen macht, sondern auch versucht, die Whiskygeschichte aufzugreifen. So gibt es das Project 1927, das versucht, alte Methoden der Whiskyherstellung aufzugreifen und mit Hilfe junger, innovativer Distilleries Whiskys zu kreieren, die Prozesse der Whiskyindustrie des beginnenden 20. Jahrhunderts lebendig werden lassen.

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The Tasteful Weekend | A Weekend Dram from Dailuaine

Dailuaine könnte eine wunderbare Distillery sein, die auch für Besucher:innen und Nerds interessant ist. Sie liegt knapp abseits der A 95 durch die Speyside. Ein kleines Sträßchen führt hinunter ins Tal des Spey, die Distillery liegt in einem kleinen Einschnitt, die alten Warehouses reihen sich entlang des Sträßchens. Das hat dann schon eine gewisse Whisky-Romantik. Die Brennerei hält das nicht mehr so ganz, sie ist auf Effizienz getrimmt und hat vor allem großzügige Verkehrsflächen für die Tanker, die die 5,2 Mio LPA in die Diageo Warehouses im Central Belt transportieren. Denn natürlich braucht niemand die tollen, steinernen Dunnage Warehouses für Konzernwhisky. Fährt man bei der Brennerei vor, sieht sie eher verlassen aus - aber es reichen ja 1 - 2 Beschäftigte, um eine moderne Distillery am Laufen zu halten. Da ist es dann vorbei mit der Whisky-Romantik.

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