The Tasteful Weekend | A Weekend Dram from Balvenie
Es gibt Brennereien, die fand ich, als mein Interesse für Whisky geweckt war, toll. Balvenie stand damals für wirklich guten Whisky, das war quasi der bessere Verwandte von Glenfiddich. Aber irgendwann geht die Whiskyreise weiter, ich habe den Spaß an gefärbten und kühlgefilterten Whiskys verloren und Balvenie hatte dann nicht mehr viel zu bieten. Trotzdem hat die Distillery einen guten Ruf – also lohnt es sich, das Wochenende mit unabhängigem Balvenie zu verbringen.
Balvenie hat immerhin eine Kapazität von 7 Mio. LPA, das ist viel Whisky. Unabhängig abgefüllt findet man ihn unter der Marke Balvenie eher nicht und auch als Single Malt bekommt man ihn eher nicht unabhängig. Das sind halt die Spielchen, die sich die großen der Whiskyindustrie scheinbar immer noch leisten können oder wollen. Sympatischer macht es die Marke nicht.
Der Name für unabhängigen Balvenie war lange Jahre Burnside, meist als Blended Malt angeboten. Das ist dann teaspooned Malt, es ommt zum Balvenie noch eine geringe Menge anderer Malt (quasi ein Teelöffel), vielleicht Glenfiddich oder Kininvie, die drei William Grant & Sons Brennereien sind ja unmittelbar benachbart in Dufftown. Und vielleicht wird das mit dem Teelöffel ja auch nur behauptet. Auf jeden Fall ist es dann kein Single Malt mehr.
Zumindest in Schottland bzw. Großbritannien ist der Name Burnside für unabhängigen Balvenie nun nicht mehr nutzbar. Die Markenrechte hat die Firma Mitchell (Springbank) und es gab ja auch mal eine Burnside Distillery in Campbeltown. Für Deutschland gilt das aber nicht, hier dürfen die Abfüller weiterhin den Namen Burnside nutzen. Aber egal ob Burnside, Side Burn oder wie auch immer: Slàinte mhath mit einen Weekend Dram von Balvenie.
The Tasteful Weekend | A Weekend Dram from Balvenie
Das zweite Tasting geht Sonntagabend um 18 Uhr online