The Tasteful Weekend | A Dram in the North
Die kleine Hafenstadt Wick liegt hoch im Nordosten von Mainland Scotland und war zur Zeit der Heringsschwärme eine umtriebige Hafenstadt. Und die Fischer mussten natürlich mit Whisky versorgt werden, was Aufgabe der Pulteney Distillery war. 1810 plante und baute Thomas Telford in wick einen kompletten neuen Stadtteil, um Wohnungen für die aufgrund der Heringsfischerei rasant wachsende Bevölkerung zu schaffen. Der Stadtteil hieß – nach dem Vorsitzenden des Fischerei-Boards – Pultneytown und dort errichtete der erfahrene Schwarzbrenner James Henderson 1825 die Pulteney Distillery.
1922 wurde Wick unter dem Einfluss amerikanischer Evangelisten zu einem trockenen Ort. Erst 1947 endete die Prohibition in Wick. Da war die Distillery aber längst (seit 1930) geschlossen. Erst 1951 wurde die Produktion wieder aufgenommen. Seit 1995 gehört die Distillery zu Inver House Distillers, die Teil des Getränkekonzerns International Beverage Holdings sind.
Ob die noch so richtig wissen, was sie mit ihren Brennereien in Schottland anfangen sollen, weiß ich nicht. Ich finde, Pulteney gerät etwas ins Abseits, obwohl die Distillery jede Menge Stoff für Geschichten und Terroir hätte. Zwar ist es nicht mehr die nördlichste Brennerei auf dem Mainland – aber sicherlich die bedeutendste so hoch im Norden. Und mit den Worm Tubs ist die Grundlage für einen robusten Whisky gegeben, der gut zu einer Hafenstadt im Norden passt.
Also heben wir das Glas für ein paar Drams auf das Meer, den Norden und eine feine, alte Distillery.
The Tasteful Weekend | A Dram in the North
Das zweite Tasting geht Sonntagabend um 18 Uhr online