Burnside | aged 36 years | The Caskhound

Die Trendwenden in der Whiskywelt sind krass. Es ist noch nicht lange her, da gab es keine alten Whiskys, jedenfalls nicht ohne Verpfändung mindestens einer Niere. Und für die unabhängigen Bottler war die Frage, ob sie überhaupt Fässer bekommen. Und wenn dann nicht von den renommierten Distilleries. Und hier füllt der Caskhound einen 36 Jahre alten Balvenie ab, klar, da ist auf jeden Fall ein Teelöffel Glenfiddich drin, was das Ganze zum Blended Malt macht. Und klar der Preis lag jenseits meiner Schallmauer - er war aber nicht abgehoben oder übertrieben. Auf der Whisky Fair in Limburg war der Whisky sicherlich eines der Highlights. Und er reifte vollständig in einem Refill Bourbon Hogshead.´Das ist klassischer Whisky mit einer schönen goldgelben Farbe.

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The Tasteful Weekend | A Weekend Dram from Balvenie

Es gibt Brennereien, die fand ich, als mein Interesse für Whisky geweckt war, toll. Balvenie stand damals für wirklich guten Whisky, das war quasi der bessere Verwandte von Glenfiddich. Aber irgendwann geht die Whiskyreise weiter, ich habe den Spaß an gefärbten und kühlgefilterten Whiskys verloren und Balvenie hatte dann nicht mehr viel zu bieten. Treotzdem hat die Distillery einen guten Ruf - also lohnt es sich, das Wochenende mit unabhängigem Balvenie zu verbringen.

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Side Burn | aged over 35 years | Thompson Brothers

Es gibt mal wieder eine kleine Namensverwirrung bei den Zweitnamen für Abfüllungen, die nicht den Distillery-Namen verwenden dürfen. Diese Abfüllung der Thompson Brothers trägt den Namen Side Burn. Und ist ziemlich sicher ein teaspooned Balvenie. Die hießen früher Burnside, was jetzt nicht mehr geht, da dies eine Trademark von Cadenhead's ist. Das gilt aber nur für Schottland - deshalb erscheinen in Deutschland auch weiterhin Burnside Abfüllungen. Nun gut. Der Whisky ist über 35 Jahre alt und reifte in Refill Casks. Es dürfte sich also nicht um ein Einzelfass handeln und die Angabe Cask Strength finde ich auch nicht. Könnte mit 51%vol. aber durchaus sein.

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King of Dufftown | aged 18 years | Friendly Mr. Z Whiskytainment

Dieser Whisky hat wieder ein großartiges Etikett im alten Stil des Brühler Whiskyhauses mit einem Biber-Käpt'n. Aber wir haben hier einen peated Balvenie und in Dufftown ist der nächste Hafen schon etwas entfernt. Das Etikett hätte besser zum Pultney gepasst, aber eben auch nur regional, denn der Whisky hätte nicht zum Etikett gepasst. Egal, trotzdem war das Whiskyhaus hier schon mal besser. Der Whisky heißt King of Dufftown und stammt aus einer nicht genannten Distillery, die Balvenie ist. Die haben mit ihrer Week of Peat ja tatsächlich rauchigen Whisky im Angebot. Und na klar, da ist noch ein Schluck anderer Whisky dabei, damit es ein blended Malt wird. Sicherlich schmeckt man den Glenfiddich raus. Scherz!

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Burnside | aged 24 years | The Fine Art of Whisky

Burnside? Eine Distillery mit diesem Namen gab es bis 1924 in Campbeltown - aber mit ihr hat dieser Whisky nichts zu tun. Burnside heißen heute teaspooned Whiskys der Balvenie Distillery in Dufftown und der Teelöffel Whisky der zugegeben wird, um aus einem Single Malt einen Blended Malt zu machen, dürfte von Glenfiddich oder Kininvie, den beiden anderen, auf dem gleichen Gelände beheimateten William Grant & Sons Brennreien stammen - falls man sich tatsächlich die Mühe gemacht hat, einen Schluck anderen Whisky ins Fass zu gießen. Wie auch immer, jetzt ist es ein Blended Malt ohne direkt benannte Distillery, was den Preis, der mit 188,90 € trotzdem jenseits der Wohlfühlzone angesetzt ist, ggf. etwas im Rahmen hält. Der Whisky ist 24 Jahre alt, stammt aus dem Refill Bourbon Cask und hat eine kräftige, nicht zu dunkle, goldene Farbe. The Fine Art of Whisky ist die Reihe für die subtileren Abfüllungen des Brühler Whiskyhauses.

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