Whisky for Two | Luxury or Whisky
Anfang 2026 sind die Meldungen aus der Whiskyindustrie ja nicht mehr so sehr geprägt von Meldungen, welche Marke gerade wieder neue Ideen zur Premiumisierung ihrer Whiskys entwickelt, um erklären zu können, warum halb so alte Whiskys es auf jeden wert sind doppelt so viel zu kosten wie ein paar Jahre zuvor. Jetzt wird eher über Brennereien berichtet, die Personal abbauen und ihre Kapazität herunterschrauben oder vielleicht demnächst gar nicht mehr brennen. Glenturret dagegen setzt noch immer auf Luxury. Klar, gehört ja auch einem Luxuskonzern.
Eigentlich war die Brennerei ja eher dafür bekannt, den Lead Malt für Famous Grouse zu produzieren. Und das ist nicht unbedingt ein Luxus-Blend. Deshalb ist das Moorhuhn auch schnell verschwunden, als Edrington die Brennerei 2018 an den französisch-schweizerischen Luxuskonzern Lalique verkauft hatte. Und inzwischen hat sich Edrington ja auch ganz von The Famous Grouse getrennt, stört scheinbar auch deren Luxuskurs.
Die ersten Abfüllungen nach der Übernahme durch Lalique haben schon für aufsehen in der Szene gesorgt – nicht nur aufgrund des hübschen Decanters, den Lalique, bekannt für Kristallwaren, bei Glenturret eingeführt hat. Auch die Abfüllungen konnten überzeugen. Inzwischen hat sich Glenturret aber preislich in eine Region entwickelt, bei der mein Interesse an den Whiskys massiv gesunken ist.
Peter von Youtubekanal Whisky Turntable hatte Glenturret 15 und Glenturret Distillers Dram im Tasting und beide danach als Flaschenteilung angeboten. Eine gute Gelegenheit, mal wieder Glenturret zu verkosten. Und zu testen, ob es hier um Luxus oder Whisky geht.
Whisky for Two | Luxury or Whisky
Das zweite Tasting geht morgen um 18 Uhr online