Speyside (M) | 2009 – 2025 | 100 Proof Exceptional Cask Edition #15

Signatory dürfte im Besitz von etlichen Macallan Fässern sein, die wahrscheinlich als Newmake eingekauft wurden und im eigenen Warehouse lagern. Diese Abfüllung stammt noch nicht aus der neuen, architektonisch hochinteressanten Distillery, sondern aus der klassischen Macallan Distillery, die wesentlich besser zu meiner Vorstellung von Scotch Whisky passt. Signatory hat in der letzten Zeit einige Speyside (M) Abfüllungen auf den Markt gebracht. Klar, könnte auch eine andere Speyside Distillery mit M sein - ist aber ziemlich sicher aus der Macallan Distillery. Die vorherige Abfüllung aus der 100 Proof Exceptional Cask Edition war mir zu fasslastig. Diese Abfüllung ist auch dunkel - sie ist aber eher dunkelrotgolden. Das ist nach 16 Jahren keine übertriebene Farbe.

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Highland Park | aged 18 years | Sky of Orkney – Travel Edition

Das Highland Park seine Kunden verachtet, zeigt sich schon an der Praxis, den 18jährigen in zwei Versionen anzubieten. Da gibt es das normale Release aus der Core Range mit unverständlich schmalen 43,0%vol. Und es gibt diese Abfüllung für den Travel Retail mit immerhin 46,0%vol. Das heißt nicht, dass sie auf die Kühlfilterung verzichten - aber hey, es sind 46%vol. Früher hieß der Whisky stolz Viking Pride, heute folgt auf Land and Sea Sky of Orkney. Die Preisrange liegt im Sommer 2026 zwischen 130 und 160 € für die Travel Retail Abfüllung in den regulären Shops. Die 435ige Schorlenversion ist vielleicht 10 € günstiger. Am Ende sind beides Phantasiepreise, Highland Park ist unabhängig abgefüllt preiswerter und oft wesentlich besser zu bekommen.

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Highland Park | aged 16 years | Sea of Orkney – Travel Edition

Eine weitere Abfüllung aus dem Travel Retail, diesmal mit 16 Jahren Alter. Diese Abfüllung heiß früher Wings of the Eagle. Daraus wurde jetzt Sea of Orkney. Nun ja, das Wikinger Gedöns war lästig - aber die Schwingen des Adlers sind doch etwas poetischer und einfallsreicher. Egal, weder Adler noch Orkney haben es verdient, dass wir hier mit 44,5%vol. und damit auch Kühlfilterung abgespeist werden. Im Sommer 2026 bekommt man den Whisky in den deutschen Shops für Preise zwischen 76 und 115 €.

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All Good Things Come in Threes | A Trip to Orkney

Orkney ist ein ganz besonderes Ziel oben im norden vor der Küste des schottischen Festlands. Die Inselgruppe unterscheidet sich von den Highlands. Das spiegelt sich auch bei dem Whisky wider, der klar mit Orkney verbunden werden kann - Highland Park. Während es Scapa nicht schafft, die wunderbare Lage in so etwas ähnliches wie Terroir zu transformieren, gelingt das Highland Park hervorragend. Der Whisky ist wiedererkennbar, der Heidetorf, der im Hobbister Moor auf Mainland Orkney verortet werden kann, sorgt für einen ziemlich einzigartigen Geschmack in der schottischen Whisky Range.

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Highland Park | aged 14 years | Land of Orkney – Travel Edition

Highland Park hat 2024 das Design grundlegend geändert. Die Wikinger wurden entlassen - nun steht Orkney selbst im Mittelpunkt. Das helle, schlichte Design soll die Flaschen aufwerten. Wikinger passen nicht so recht zur Premiumisierung, die sich die Edrington Group auf die Fahne geschrieben hat. Am Whisky selbst wurde wenig geändert, da ist es dann auch vorbei mit der Premiumisierung. Denn was soll ein ABV von 42,3%vol.? Wie kommt man auf solchen Quatsch? Die Abfüllung hieß früher Loyality of the Wolf. Nun wurde daraus Land of Orkney. Okay. Die Abfüllung ist eigentlich für den Travel Retail, es gibt ihn aber auch normal im Whiskyhandel für knapp unter 50 €.

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Tomatin | 2008 – 2026 | Connoisseurs Choice

Tomatin gehört nicht zu meinen favorisierten Whiskys und taucht eher selten auf. Die Core Range hat mich bisher nicht nachhaltig interessiert und unabhängig gibt es Tomatin nicht so oft. Deshalb ist diese recht dunkle Abfüllung aus der Connoisseurs Choice Serie von Gordon & MacPhail aus dem Refill Hogshead interessant.

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Laphroaig | aged 15 years​

Irgendwie sind die Zeiten anstrengend für die Distilleries. Da kommen permanent neue Brennereien auf den Markt, der eher schrumpft. Da gibt es Generationen, die angeblich keinen Alkohol trinken. Das trifft natürlich auch unser aller Lieblingsinsel Islay. Die beiden Brown Forman Distilleries Laphroaig und Bowmore haben ihre Produktionsteam zusammengelegt und damit sicherlich die Produktionsmenge gesenkt. Und dann hauen sie erst eine neue 12jährige Abfüllung heraus, ungefärbt und nicht kühlgefiltert. Bei Laphroaig, die aus Trotz auch das Trinkwasser gefärbt hatten (Scherz). Und nun einen 15jährigen, ungefärbt, nicht kühlgefiltert. Selbst zum 200jährigen Jubiläum 2015 hatten sie die Fans ihre volle Verachtung spüren lassen und ihnen den 15jährigen als gefärbte und kühlgefilterte Schorle mit 43%vol, vorgesetzt. Zum Jubiläum! Und nun kommt er einfach so genau so, wie ihn die Nerds schon immer wollten. Der Industrie geht es also wirklich schlecht, wenn sie sich herablässt, die Wünsche der Kunden zu erfüllen. Aber genug Hohn und Spott: Ich freue mich genau auf diesen Whisky, der nach dem 12er der nächste Laphroaig ist, der genau so in die Flasche kommt, wie ich es mir wünsche: integer und ohne Bullshit.

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Edradour No. 2 | 2018 – 2025​ | Inaugural Release

Edradour ist eine kleine Farmbrennerei, die mit kleinen, gedrungenen Brennblasen in alten Farmgebäuden einen besonderen Charme hat und einen besonderen Whisky macht, der durch das Setting mit den Brennblasen, der offenen, gusseisernen Mash Tun und den Worm Tubs einen roughen, etwas unreinen - aber damit einzigartigen - Charakter hat. 2018 hat Andrew Symington in einer Halle auf der anderen Seite des kleinen Edradour Burn eine exakte Kopie der Brennerei errichtet. Edradour No. 2 soll die Kapazität erhöhen und der gestiegenen Nachfrage Rechnung tragen. Hier werden zukünftig wohl die nicht torfigen Edradour Whiskys entstehen, während im alten Gebäude der torfige Ballechin gebrannt wird. Zum 200jährigen Jubiläum von Edradour ist nun ein Inaugural Release von Edradour No. 2 erschienen. Nicht als Originalabfüllung, sondern als Veröffentlichung von Signatory Vintage, sieben Jahre alt und - typisch für Signatory - in 1st Fill Oloroso Sherry Butts gereift. Der Whisky ist mit 100 Proof abgefüllt und im Sommer 2026 für unter 50 € in vielen Shops noch erhältlich.

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Bothy by Ralfy | aged 10 years​ | North Star Spirits

Ralfy Mitchell hat in einer Live-Session in seiner Whisky Bothy einen Blended Malt zum 10. Geburtstag des unabhängigen Abfüllers North Star Spirits kreiert, dessen Verkaufserlöse für einen guten Zweck gespendet wurden. Nun gut, Youtuber kippen immer mal wieder etwas zusammen - und seien es die Reste aus ihren Samples. Aber Ralfy traue ich zu, dass er weiß, was er macht und er hat auch genau erläutert, was er macht. Am Ende ist ein Blend herausgekommen, der 29% 2013er Teaninich aus Sherry Octaves, 28% 2013er Secret Campbeltown Blended Malt aus dem Refill Barrel, 14% 2015er Caol Ila aus dem Refill Hogshead, 10% 2010er Secret Speyside aus dem 1st Fill Sherry Hogshead und 19% 2007er Auchroisk aus dem Refill Sherry Hogshead enthält.

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Burnside | aged 36 years | The Caskhound

Die Trendwenden in der Whiskywelt sind krass. Es ist noch nicht lange her, da gab es keine alten Whiskys, jedenfalls nicht ohne Verpfändung mindestens einer Niere. Und für die unabhängigen Bottler war die Frage, ob sie überhaupt Fässer bekommen. Und wenn dann nicht von den renommierten Distilleries. Und hier füllt der Caskhound einen 36 Jahre alten Balvenie ab, klar, da ist auf jeden Fall ein Teelöffel Glenfiddich drin, was das Ganze zum Blended Malt macht. Und klar der Preis lag jenseits meiner Schallmauer - er war aber nicht abgehoben oder übertrieben. Auf der Whisky Fair in Limburg war der Whisky sicherlich eines der Highlights. Und er reifte vollständig in einem Refill Bourbon Hogshead.´Das ist klassischer Whisky mit einer schönen goldgelben Farbe.

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