Clynelish | 2011 – 2023 | Old Particular

Clynelish ist eine Distillery, die ich sehr gerne mag - die aber lieder sehr rar ist, zumindest unter den bezahlbaren Bottlings. Ok, es gibt noch immer den 14jährigen für unter 50 €. Und auch wenn die Qualität nachgelassen haben soll - das ist kein schlechter Preis. Hier ist ein unabhängig abgefüllter 12jähriger von Douglas Laing aus dem Refill Hogshead. Der Whisky ist golden, die Farbe passt zum Fass, dass hoffentlich noch nicht zu oft befüllt war.

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Dragonjuice | aged 10 years | Highlands Batch #2

Dragonjuice ist eine Abfüllungsreihe vom Whisky Druid Michel Reick, bei der der Whisky jeweils aus einer undisclosed Distillery stammt, die im Fall der Highland-Abfüllungen der Reihe als peated Tobermory - also Ledaig - enttarnt wurde. Da es die Islands nicht offiziell als Whiskyregion gibt, was ich schade finde, passt die Bezeichnung. Aber für mich ist Ledaig kein typischer Highland-Whisky. Nun gut … Für Batch #2 wurden ein 1st Fill Ruby Port Barrique, ein 1st Fill PX Hogshead, ein 1st Fill Oloroso Hogshead und ein 1st Fill Red Wine Barrique für einige Monate im Stahltank miteinander vermählt. Das jüngste Fass war 10 Jahre alt, das älteste 13 Jahre, wie Michel im Video mit Marco Bonn verraten hat.

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Benriach | aged 16 years | A Dream of Scotland

Benriach - früher war das die Schwesterbrennerei von Glendronach und stand für gehypte Whiskys. Heute ist es eine Brennerei von Brown-Forman und arbeitet mit einem gemeinsamen Team mit Glenglassaugh - ist also nur noch teilweise geöffnet und hat weitgehend die Relevanz verloren. Längst sind es andere Distilleries in der Speyside, die interessant werden und die Nerds begeistern. Dieser Whisky ist 16 Jahre alt, er stammt also noch aus der Zeit von Billy Walker. Es sollte sich also um einen kompetenten Speyside Whisky handeln, gereift in einem PX Sherry Cask von Casknolia. Ist das besonders? Kleine Ahnung, es ist halt eine der Küfereien und Bodegas, die in Spanien Fässer für die Whiskyindustrie herstellen und mit Sherry vorbelegen. Da sollten wir nicht allzu viel Romantik zulassen. Und auch die Etiketten des Brühler Whiskyhauses haben weitgehend ihren Charme verloren, seit sie KI-generiert sind.

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Mortlach | aged 17 years | A Dream of Scotland

Mortlach ist eine der sechs aktiven Brennereien in Dufftown. Die Brennerei gehört zum Diageo Konzern, der seit Jahren versucht, Mortlach als Luxusmarke zu etablieren. Wirklich funktionieren tut das nicht, der Effekt ist einfach, dass Nerds die offiziellen Abfüllungen meiden. Mortlach gibt es häufig von unabhängigen Abfüllern, denn insgesamt ist der Whisky interessant - vor allem wegen der Worm Tubs, die ihm ein fleischiges Aroma geben sollen. Als Vegetarier kann ich damit nicht so viel anfangen. Für mich führen Worm Tubs oft zu einer schönen Roughness und einem gewissen Funk, der im besten Fall keine eklige Schwefelnote ist.

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Strathisla | aged 16 years | Friendly Mr. Z Whiskytainment

Strathisla ist eine pittoreske Distillery, die bei mir aber eher selten im Glas ist. Ab und zu taucht der Whisky bei unabhängigen Abfüllern auf, ansonsten verschwindet er im Chivas Regal. Deshalb ist diese Abfüllung von Friendly Mr. Z mal wieder eine gute Gelegenheit, Strathisla zu probieren, auch wenn Pineau des Charentes nicht unbedingt meine favorisierte Fassart ist. Pineau des Charentes ist eine Mischung aus Traubenmost und Eau de vie de Cognac.

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Dalmore | aged 17 years | A Dream of Scotland

Dalmore kommt hier äußerst selten vor. Das liegt daran, dass der originale Dalmore ein Prestige-Whisky ist: massiv gefärbt, gefiltert - eher das Zeug, das man sich mit Eiswürfeln in den Tumbler gießt. Kann man machen, ist aber nicht meins. Deshalb freue ich mich eigentlich, hier mal wieder einen unabhängigen Dalmore zu haben. Klar, es gibt Warnsignale. Sherry und Port Octaves zum Finishen, eine rote Teuflin auf dem Etikett. Es ist eine der Halloween Abfüllungen des Brühler Whiskyhauses. Keine Ahnung, warum ich schwach geworden bin und ein Sample besorgt habe. Ich mag keine Octaves mit ihrem Turboholz, ich fürchte die Schwefelverliebtheit des Whiskyhauses, für die die rote Teuflin eigentlich ein Warnsignal ist.

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Five in a Row | Brühler Whiskyhaus

Das Brühler Whiskyhaus ist sicherlich eine der renommiertesten Adressen, wenn es in Deutschland um Whisky geht und mit dem kompletten Paket vom stationären Handel mit großem Sortiment, gutem Versandhandel, Messepräsenz, Tastings, Social Media und vor allem auch als unabhängiger Abfüller am Start. Die zahlreichen unabhängigen Abfüllungen tauchen hier in meinen Tastings immer mal wieder auf - deshalb wird es mal wieder Zeit, auf fünf Abfüllungen des Brühler Whiskyhauses zu blicken.

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Ledaig | aged 16 years | A Dream of Scotland

Das Brühler Whiskyhaus ist sicherlich einer der aktivsten deutschen Abfüller und ist auch 2026 auf vielen Whiskymessen mit speziellen Bottlings unterwegs. Muss ich nicht alle haben, aber manchmal werde ich dann doch schwach. Ein 16jähriger Ledaig mit einem Refill Quarter Cask finish hört sich gut an, da freue ich mich auf ein Sample zum Probieren. Die Farbe ist vielversprechend golden.

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Ardnamurchan | Paul Launois Release | Fifth Release

Das Paul Launois Release gehört inzwischen fest in die Reihe der Ardnamurchan Veröffentlichungen. Dabei erfährt der in ex-Bourbon Casks gereifte Whisky eine Nachreifung in Fässern, in denen der Grundwein für Paul Launois Champagner heranreift. In diesem Jahr ist Abfüllung ca. 8 Jahre alt und vielleicht etwas dunkler, als im Vorjahr. Auf jeden Fall ist es ein schönes Goldgelb.

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Highland Park | 2003 – 2026 | The Caskhound

Das sind gerade ganz interessante Zeiten auf dem Whiskymarkt. Der Markt ist schwierig, Absatz und Umsätze gehen teilweise dramatisch zurück, alle klagen. Auf der anderen Seite gibt es aber endlich mal wieder Abfüllungen namhafter Brennereien mit einem guten Alter bei den unabhängigen Abfüllern. Und so hat der Caskhound hier einen 22 Jahre alten Highland Park aus dem Bourbon Cask - by the way, gab es nicht mal die Behauptung, Highland Park nutze nur Sherry Casks? Dafür erscheinen in der letzten Zeit doch recht häufig interessante Bourbon-Reifungen. Und dieser Whisky heißt auch nicht Whitlaw oder Secret Orkney, sondern es darf distilled at Highland Park Distillery auf dem Label stehen. Das sollte wieder normal werden, die Zweitnamen sind irgendwie albern. Die Farbe ist recht hellgelbes Gold, es wird sich also eher um ein Refill Cask handeln.

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