Aberlour | 2013 – 2025 | Signatory Vintage

Aberlour ist im Original auch einer dieser totgefärbten, glattgebügelten Whiskys. Daher taucht die Brennerei in diesem kleinen Whisky Blog auch eher selten auf. Aber ab und zu gibt es unabhängige Abfüllungen, die wesentlich interessanter sind, als die glattgebügelten Konzernabfüllungen. Hier gibt es ihn unabhängig abgefüllt von Signatory. Die Farbe passt zu Aberlour - ist hier aber natürlich. Und auf Kühlfiltration wird auch verzichtet. Warum kann das Pernod Ricard nicht?

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Auchentoshan | 2013 – 2025 | Signatory Vintage

Auchentoshan - das ist Lowlands, das ist Suntory: das ist schwierig. Es ist der zweite Auchentoshan in meinem Whiskyleben und bisher habe ich nicht das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Die Core Rage ist für mich nicht präsent und nicht interessant, ich denke da eher an wenig Alkohol und viel Farbe. Ok, viel Farbe gibt es hier auch, aber sie stammt aus dem 1st fill Oloroso Cask. Auchentoshan ist eine von zwei schottischen Distilleries, die dreifach destillieren (die andere ist Rosebank). Das zumindest könnte den Whisky interessant machen.

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All Good Things Come in Threes | Signatory Natural Colour – Un-chillfiltered

Bei all dem Hype um die 100 Proof Edition von Signatory Vintage gerät fast in Vergessenheit, dass der unabhängige Abfüller aus Pitlochry eigentlich für eine andere Reihe berühmt war - die Un-chillfiltered Collection. Das waren vornehmlich Single Casks, die mit einer Stärke von 46%vol. ohne Kühlfilterung und Färbung abgefüllt wurden. Whiskys mit optimaler Trinkstärke und integrer Abfüllung, so so stelle ich mir als Nerd eine Standardabfüllung vor. Augenblicklich wird die Un-chillfiltered Collection wohl überarbeitet, es gibt Abfüllungen in neuer Aufmachung. Eine Variante gab es Kirsch Import für den deutschen Markt: Natural Colour, Un-chillfiltered - aber in Fassstärke.

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Glen Garioch | 2013 – 2025 | Signatory Vintage

Glen Garioch ist für seine eher sherrylastigen Original Abfüllungen bekannt, die ganz interessant sind. Dies ist eine Abfüllung von Signatory Vintage in der Natural Colour | Un-chillfiltered Serie, die wohl vornehmlich für Kirsch Import und den deutschen Markt abgefüllt wird. Und sie dürfte auch sherrylastig sein - zumindest hat die Farbe einen dunklen Kupferton. Es hanelt sich auch um keine Vollreifung, sondern um ein Oloroso Butt Finish.

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Port Askaig | 2008 – 2025 | The Awakening Series

Ok, eigentlich endet Fèis Ìle mit dem Ardbeg Day am Samstag. Dieses Jahr steht der Sonntag mit auf dem Plan und ist der Laggan Bay Distillery gewidmet. Die gehört Ian Macleod und den Islay Boys, die nebenan auch ihr Bier brauen. Und im besten Fall hat sie rechtzeitig die Produktion begonnen. Es ist also reichlich übertrieben, ihr bereits jetzt einen Tag zu widmen. IUnd was passiert, wenn im nächsten Jahr auch Portintruan am Start ist? Ohnehin finde ich Elixir Distillers bereits heute interessanter. Und die haben bereits Islay Whisky - wenn auch nicht aus einer eigenen Distillery. Ein 16 Jahre alter Port Askaig, der für die Whisky Live Germany im Herbst 2025 in der The Awakening Series abgefüllt wurde. Der Whisky ist auch im Frühjahr 2026 erhältlich - was bei einem Preis von um die 150 € vielleicht auch erklärbar ist und zeigt, warum der Whiskymarkt nach wie vor problematisch ist und Fans verprellt. Der Whisky hat eine schöne goldene Farbe, die nicht übertrieben ist und gut zum Refill Hogshead passt.

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Ardbeg | Ten | Cask Strength

Vorletzter Tag, Ardbeg ist an der Reihe. Und der Ardbeg Day wird nicht nur auf der Insel gefeiert, sondern auch in den Ardbeg Embassies. In diesem Jahr gibt es zur Feier des Tages einen Ardbeg Dolce, der teilweise in Madeira Dolce Fässern reifte. Der hat wie immer keine Alter, wird meist heiß diskutiert und hat meist einen Preis, berei dem sich keine weiteren Fragen stellen außer: Warum? Aber keine Angst, hier gibt es den nicht. Denn auch Ardbeg macht nun das, was Nerds immer fordern: Endlich gibt es den Ten auch in Fassstärke. Laphroaig hat es vorgemacht. Allerdings gibt es die Abfüllung nur für die Mitglieder des Ardbeg Committees. Der Preis liegt wohl bei 85 €. Den regulären Ardbeg 10 bekommt man für weniger als die Hälfte und der ist mit 46%vol. ja auch nicht schlecht aufgestellt. Die Cask Strength Abfüllung hat 61,7%vol. - das ist eine Menge, der Whisky ist also mit voller Stärke ins Fass gegangen. Farblich ist er hellgelb, eher wie Weißwein. Aber es ist ja auch eine Bourbon Reifung, dazu passt die Farbe.

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Bunnahabhain | 12 Years old | 2025 Cask Strength Edition

Islay ist die Insel der schwer rauchigen Whiskys - mit zwei Ausnahmen: Bruichladdich füllt unter dem Brennereinamen unpeated Whisky ab und Bunnahabhain ist eigentlich für die nicht rauchigen Sherry-Whiskys bekannt. Obwohl in den letzten Jahren auch zunehmend rauchige Abfüllungen hinzukommen, insbesondere die unabhängigen Staoisha Whiskys. Aber zum Open Day von Bunnahabhain geht es nicht um Rauch, es geht um Sherry. Bunnahabhain 12 Cask Strength ist ein Whisky, wie ihn sich die Nerds wünschen: Altersangabe, Fassstärke, ungefärbt und nicht kühlgefiltert. Gereift in guten Fässern und in regelmäßigen Batches abgefüllt. Ok, der Whisky ist nicht günstig. Dieses aktuelle 2025er Batch bekommt man im Frühjahr 2026 beim größten deutschen Online-Shop für 98,90 €. Ein anderer renommierter Shop bietet ihn aber gleichzeitig für 82,90 € an. Das ist ein realistischer Preis. In der Auktion bekommt man vorhergehende Batches auch für etwas über 70 €.

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Kilchoman | aged 11 years | 100% Islay

Sechster Tag Fèis Ìle, Kilchoman hat Open Day. Es ist die einzige Distillery, die nicht direkt am Wasser liegt, es ist die einige Farm Distillery. Nicht alles Malz ist aus eigenem Getreide, es wird zugekuaft. Früher kam das zugekaufte Malt von Port Ellen Maltings, heute kommt es vom Mainland, ist aber mit eigenem Islay-Torf gedarrt und schottische Gerste. Aber diese 10% Islay Abfüllung ist tatsächlich 100% Islay. Ein 11 Jahre alter Kilchoman aus der 100% Islay Serie. Für diese Abfüllung wird die eigene auf Islay geerntete Gerste verwendet. Verwendet wurde Publican Barley aus den Ernten 2011,12 und 13. Die Gerste wird in der Brennerei germälzt und mit Torf von der Insel gedarrt. Der Phenolgehalt ist in der Regel geringer als beim zugekauften Malz. Kilchoman plant den Bau weiterer Malting Floors, um mehr eigenes Malz produzieren zu können. Der Whisky reifte in 16 ex-Oloroso Sherry Butts, die ein schöne dunkel-goldene Farbe hinterlassen haben.

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Bowmore | 2016 – 2025 | Old Particular

Fünfter Tag und doch erst Halbzeit beim Fèis Ìle. Heute ist Open Day bei Ardnahoe und Bowmore. Eigentlich ist ja Ardnahoe die interessantere Brennerei. Die totgefärbten originalen Abfüllungen von Bowmore mit ihren Luxusmarken-Kooperationen interessieren mich schon lange nicht mehr. Aber Ardnahoe hatte ich im letzten Jahr und von Bowmore gibt es - oder gab es - eine unabhängige Abfüllung von Douglas Laing für DeinWhisky.de. Es ist ein 9 Jahre alter Bowmore, der von Douglas Laing in der Old Particular Serie für DeinWhisky abgefüllt wurde. Er reifte im Refill Barrel, hat dafür aber noch eine schön hellgelbe Farbe.

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Williamson | 2014 – 2025 | Whic – Malts & Magic

Es geht wieder an die Südküste zu einer der ikonischsten Islay Distileries. Laphroaig - das steht für Rauch. Da kann Octomore noch so sehr mit ppm-Zahlen prahlen - Islay Rauch kommt von der Südküste und von Laphroaig. Dieser kommt vom deutschen Online-Shop Whic und heißt Williamson, so wie die legendäre Bessie Williamson, die Laphroaig von 1954 - 1972 teilweise besaß und leitete. Das ist halt auch wieder so eine Flasche mit einem Etikett voll düsterem Kampfgedönse mit Hornhelm, Doppelaxt-Kämpferin und blondem Spitzohrelfen, wo du den Verantwortlichen lebenslang die KI sperren möchtest. Was soll der Quatsch auf einem ordentlichen 11jährigen Laphroaig aus dem 1st Fill PX Sherry Hogshead? Da ist es gut, nur ein Sample zu haben. Unabhängiger Laphroaig taucht recht häufig auf, in letzter Zeit sogar unter Brennereinamen. Diese Abfüllung läuft unter dem Pseudonym Williamson, ist aber ein echter Single Malt und nicht teaspooned. Die Farbe ist ein schönes, nicht zu dunkles Gold. Das alles ist jedenfalls wesentlich vielversprechender als das dämliche Etikett. Der Whisky hatte 99,99 € gekostet und ist vergriffen.

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