All Good Things Come in Threes | Twentysomething
Eine Zeit lang wollte man uns erzählen, das Alter von Whiskys spiele keine Rolle und mit der geschickten Reifung in aktiven Fässern könne man auch in wenigen Jahren toll gereifte Whiskys herstellen. Klar, mache können das – die haben aber meist kein Problem gehabt, das junge Alter auch auf die Flasche zu schreiben. Andere haben sich lieber tolle Geschichten ausgedacht.
Heute erscheinen wieder mehr Whiskys mit Altersangabe – selbst bei den Konzernen. Jetzt gibt es auch unzählige Whiskys mit mehr als 20 Jahren. Und plötzlich heißt es wieder Age matters. Denn das sind die Whiskys, die sich noch für Preis weit über 200 € und verkaufen lassen.
All Good Things Come in Threes – aller guten Dinge sind Drei. Warum? Weil drei Whiskys besser sind als kein Whisky …
Die Preisschraube bei den Whiskys war massiv überdreht – das hat über die Jahre viele Fans abgeschreckt und führt heute zu massiven Umsatzrückgängen und vollen Lagern. Gut verkaufen lassen sich scheinbar noch immer die älteren Abfüllungen. Klar, Whiskys mit einem Alter über 20 Jahren sind etwas besonderes. Aber ist es ein Whisky tatsächlich wert, dass ich dafür mehr als 200 € ausgebe? Für viele von uns ist das wahrscheinlich überhaupt nicht die Frage, sondern schlichtweg ausgeschlossen.
Tatsächlich glaube ich auch nicht, dass der Qualitätsprung zwischen über 15 Jahren und über 20 Jahren den oftmals aufgerufenen Preisunterschied rechtfertigen. Daher freue ich mich, wenn ich einen solchen Whisky als Sample probieren kann oder ihn für einen Preis von unter 150 € kaufen kann. Alles andere wird schwierig und kommt in eine Ausnahmekategorie, an der ich auch nur in Ausnahmefällen Spaß finde.