Aultmore | Exceptional Cask Series | aged 11 years

1st & 2nd Fill Oloroso Sherry Casks | 46,0%vol. | bottled 2018

un-chillfiltered

chillfiltered

natural colour

coloured

un-peated

peated

cask strength

Ein offizielles, limitiertes Distillery Release aus drei Einzelfässern in der Exceptional Cask Series. Der Whisky reifte in 1st und 2nd fill Oloroso-Fässern, ist nicht kühlgefiltert, nicht gefärbt und wird mit einer Trinkstärke von 46%vol. abgefüllt.

Nosing

In der Nase eine Mischung aus Früchten und Marzipan, Fruchtkuchen mit Marzipanfüllung. Anfangs sind ein paar Noten von Farbverdünnung spürbar, die aber schnell verfliegen. Dann wird die nussig-fruchtige Komponente klarer. Das alles ist aber noch nicht wirklich dunkel oder tieffruchtig, es ist Fruchtkompott mit Äpfeln, Birnen und einer säuerlichen Beerenkomponente, Stachelbeeren und Orange.

Taste

Der Sherry ist deutlich, es ist aber ein leichter, schwach gereifter Sherry, dem die tiefen, konzentrierten Fruchtaromen fehlen, der aber auch über keine ausgepägt nussige Würze verfügt, sondern eher in die Richtung von günstigem Marzipan mit Fruchtfüllung tendiert. Der Alkohol ist dazwischen durchaus scharf und der Whisky wird im Mund trocken mit grasigen Aspekten.

Finish

Das Finish ist nicht besonders nachhaltig, der Whisky endet mit Trockenheit. Es bleibt eine alkoholische Schärfe, die nicht mit der Alkoholstärke erklärbar ist. Im Nachklang fehlen die nussige Olorosoaromen, der Sherry wirkt unreif und bitter.

Conclusion

Das waren keine exceptional Casks. Mit Oloroso Casks und 11 Jahren Zeit kann man bessere Ergebnisse erreichen. Der Whisky ist teilweise scharf und bitter, der Alkohol ist nicht gut eingebunden und die Sherryaromen erinnern eher an einen unreifen, hefetönigen Wein. Mich kann der Whisky nicht überzeugen.

Glen Coe, Highlands | © Klaus Bölling, www.boelling.de

Aultmore Distillery

foundet: 1896 | Region: Speyside
Owner: John Dewar & Sons
Capacity: 3.200.000 litres

Quelle: Ingvar Ronde, Malt Whisky Yearbook 2022

Aultmore wurde 1896 gegründet, aber von der alten Distillery ist nicht verblieben, die heutige Brennerei stammt aus dem Beginn der 1970er Jahre.

Zur John Dewar & Sons gehören die Destillerien Aberfeldy, Aultmore, Craigellachie, Macduff und Royal Brackla. Royal Brackla versucht gerade, sich mit neuem Design im Markt zu positionieren. Aberfeldy und Craigellachie sind als Marken halbwegs präsent, Aultmore und Macduff haben hier noch Nachholbedarf.

Die bisher verkosteten Whiskys konnten bei mir leider kein gesteigertes Interesse an Aultmore wecken. Also warten wir, was die Zeit bringt …