Ben Nevis | aged 10 years | Signatory 100 Proof Edition #63
10 Jahre alter Ben Nevis aus der 100 Proof Edition. Er ist relativ dunkel, reifte in 1st Fill PX und 2nd Fill Oloroso. Könnte also relativ süß sein.
10 Jahre alter Ben Nevis aus der 100 Proof Edition. Er ist relativ dunkel, reifte in 1st Fill PX und 2nd Fill Oloroso. Könnte also relativ süß sein.
Es ist der dritte Ardmore aus der 100 Proof Edition, den ich probiere. Die beiden Vorgänger haben mir gut gefallen. Der erste reifte in 1st Fill Oloroso, der zweite in Bourbon Barrels, die zuvor Laphroaig enthielten. Dieser nun in 2nd Fill Oloroso. Es gibt also durchaus Abwechslung in der 100 Proof Edition - so wie man es sich von unabhängigen Abfüllern wünscht. Der Whisky ist 14 Jahre alt und wenn man etwas sucht Anfang 2026 für unter 45 € erhältlich.
Die rauchigen Abfüllungen von Bunnahabhain sind bei den unabhängigen Abfüllern als Staoisha bekannt und haben sich zu Islay-Klassikern entwickelt. Auch bei Signatory erscheinen sie regelmäßig. In der 100 Proof Edition gab es bisher eine Ausgabe, die ich auch verkostet habe. Dieser Staoisha ist 10 Jahre alt und reifte in 1st und 2nd Fill Oloroso. Die Farbe ist daher auch nicht zu dunkel.
Ein Tullibardine aus der Animals of Scotland Serie von The Caskhound. Natürlich gibt es auch hier wieder eine nette Illustration von Lana Mathieson. Diesmal ist es ein Eichhörnchen im Sturzflug mit Tartanschal. Ich mag diese Illustrationen. Tullibardine fällt mir im Moment eher nicht mit neuen Abfüllungen auf, also freue ich mich auf diese unabhängige Abfüllung.
Die Icons of Campbeltown Serie von Glen Scotia ist von Motiven des Campbeltown Cross inspiriert, einem keltischen Kreuz, das um das Jahr 1380 entstanden sein könnte. Eine der Abbildungen ist der Wulfer, ein Kreatur, die halb Wolf, halb Mensch ist und am Rand von Campbeltown gelebt haben soll. Tagsüber fing der Wulfer einsam Fische, die er bei Nacht vor die Türen der Bedürftigen legte. Die Abfüllung ist 12 Jahre alt, nicht getorft und wurde in 1st Fill Tawny Port Fässern gefinisht. Entsprechend hat die goldene Farbe einen leicht rötlichen Einschlag.
Dies ist die Glen Scotia Society Edition 2025 - auch wenn ich nicht herausfinden konnte, was die Glen Scotia Society eigentlich ist. Der Whisky ist Anfang 2026 in vielen Shops ab 65 € erhältlich. Die Abfüllung ist speziell für den deutschen Markt und sie ist nicht kühlgefiltert und nicht gefärbt. Außerdem ist angegeben, dass der Whisky ungetorft ist, was ich ja eigentlich immer etwas schade finde.
Es ist einige Zeit her, seit ich den Victoriana das letzte Mal verkostet habe. Seitdem hat sich das Design geändert. Was geblieben ist: Der Whisky ist ungefärbt und nicht kühlgefiltert und wurde in Cask Strength abgefüllt. Aber egal aus welchem Jahr er stammt - Cask Strength sind immer 54,2%vol.. Da könnte man jetzt drüber philosophieren. Vielleicht mischen sie Batches, die für etliche Jahre reichen, auch wenn zwischendurch das Design geändert wird? Vielleicht wird er aber auch vor einfüllen in die Fässer zum Finish bereits verdünnt, denn 54,2%vol. sind für einen NAS Cask Strength Whisky nicht viel. Egal. Es ist ein NAS Whisky und zu den Fässern gibt es auf der Website des Importeurs Hawe die Angabe, dass der Whisky zunächst in 1st Fill ex-Bourbon reift und danach 30% des Batches in 1st Fill PX Sherry Butts und 70% in heavy Char Barrels gefinisht wird. Das führt einer kräftig goldenen Farbe. Preislich geht es im Winter 2025 von knapp 60 bis 78 €.
Strathisla von Gordon & MacPhail, der nach 18 Jahren Reifung noch immer beachtliche 60,7% vol. hat. Hat er wirklich so wenig Alkohol an die Engel abgegeben oder wurde er mit einem deutlich höherem Alkoholgehalt als den üblichen 63,5vol. ins Fass gefüllt? Wahrscheinlich schon. Anfang 2026 ist der Whisky für 185 - 190 € erhältlich. Das ist viel Geld. Ich finde es aber auch beachtlich, dass er nach mehr als einem Jahr auf dem Markt noch immer erhältlich ist.
Longrow 18, die rauchige Version aus der Springbank Distillery. Der Importeur gibt 165 € als UVP an - ob es den Whisky zu diesem Preis in den Shops gab, kann ich jetzt nicht mehr nachvollziehen. Es dürfte zumindest schwierig gewesen sein. Aber ist der mit Mondpreisen verbundene Hype um die Whiskys der Springbank Distillery gerechtfertigt? In der Krügerauktion im Mai und im Juni 2025 gab es diese Abfüllung für 181 € und für 185 €. Das liegt nicht weit über dem UVP und dürfte für die Verkäufer ein Verlust gewesen sein. Aber egal - ich habe ein Sample und freue mich darauf den Longrow zu probieren.
Ein 18jähriger Port Charlotte aus dem XMAS Blindtasting 2025 von Peter Mosers wunderbarem Blog Friend of Single Malt. Natürlich habe ich den Whisky nicht erkannt - aber ich fand ihn immerhin gut. Peinlich genug habe ich das Alter auf um die 10 Jahre geschätzt - nun ja … Zum Glück ist noch ein Rest im Sample und ich kann den Whisky nochmal in Ruhe tasten. Port Charlotte veröffentlicht die 18er als Batches, deren Zusammensetzung und ABV variieren kann. Die 2025er Edition reifte in der wilden Mischung aus 53 % First-Fill-Bourbonfässern, 31 % Second-Fill-Sherryfässern, 16 % First-Fill-Sherryfässern und erhielt nach elf Jahren ein fünfjähriges Finish in französischen Virgin-Oak-Fässern. Danach kam der Whisky zur Vermählung für den Rest der Zeit in 2nd Fill Bourbonfässer.