Tormore | 2015 – 2025 | Murray McDavid – Benchmark

Tormore ist eine der schönen Brennereien in der Speyside, die leider in den vielen Jahren bei Pernod Ricard eher eine Schattendasein fristete. Das könnte sich ändern, den nun gehört die Distillery Elixir Distillers. Aber hier haben wir zunächst einen unabhängig abgefüllten Tormore von Murray McDavid, nach sieben Jahren in Hogshead gefinisht in einem Rum Barrel aus Guyana. Ok, ich bin kein Fan von Rum-Finishes, habe mich bisher auch noch nicht wirklich mit Rum beschäftigt. Die Farbe ist eher helles Stroh.

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Glen Elgin | 2014 – 2025 | Murray McDavid – Benchmark

Glen Elgin kommt in meinen Tastings eher selten vor. Dabei macht Glen Elgin vieles so, wie wir Nerds es mögen. Lange Fermentation, langsame Destillation und vor allem Kondensation mit Worm Tubs. Mal sehen, wie sich das auf diesen Glen Elgin von Murray McDavid auswirkt. Er reifte sieben Jahre in ex-Bourbon Hogsheads und kam dann für weitere vier Jahre in Oloroso Sherry Casks. Die Farbe ist kräftiges Gold und nicht zu überladen und dunkel.

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Benrinnes | 2013 – 2025 | Murray McDavid – Benchmark

Benrinnes ist eine der vielen Diageo Brennereien in Schottland und liegt recht schön unterhalb des gleichnamigen Bergs in der Speyside. Nicht weit entfernt ist die Glenallachie Distillery. Aber es ist halt eine der Brennereien, die produzieren sollen. Fährt man auf das Brennerei-Gelände, sieht es immer leer und unbelebt aus. Wahrscheinlich ist es einfach eine der Brennereien, die von 1- 2 Personen betrieben werden. Da ist wenig Romantik, auch wenn die umliegenden Landschaft großartig ist. Dies Abfüllung reifte in einem ex-Bourbon Barrel, ist 11 Jahre alt, natürlich weder gefärbt noch kühlgefiltert und Ende 2025 für knapp 60 € erhältlich. Die Farbe ist helles Stroh.

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Ardmore | 2011 – 2023 | Murray McDavid – Benchmark

Muss getorfter Whisky immer von Islay sein? Natürlich nicht - und trotzdem nehme ich rauchigen Whisky aus den Highlands oder der Speyside manchmal nicht wirklich wahr. Klar, da ist Benromach, der taucht hier ab und an auf. Ardmore eher selten, dabei finde ich die Abfüllungen meistens toll - also die unabhängig abgefüllten. Hier kommt eine Abfüllung von Murry McDavid, die nach initialer ex-Bourbon Reifung bekam diese Abfüllung ein vierjähriges Finish in einem geleertem 110 Liter Fass der amerikanischen Koval Distillery.

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Balmenach | aged 9 years | Signatory 100 Proof Edition #57

Das Schöne an der 100 Proof Edition ist, dass sie auch Distilleries bringt, die sonst eher selten sind. Balmenach hatte ich noch nicht oft im Tasting. Ok, hier werden sicherlich die 1st Fill Oloroso Butts das Aroma bestimmen - einen entsprechend dunklen Farbton haben sie dem Whisky verliehen. Die Brennerei hat laut Malt Whisky Yearbook eine Kapazität von 2,9 Mio. LPA und produziert wohl auch tatsächlich 2,5 Mio LPA. Promotet wird die Brennerei allerdings von Inver House bzw. dem Mutterkonzern International Beverages Holdings als Home of Caorunn Gin. Der Whisky verschwindet wohl vor allem im Hankey Bannister Blend. Ein wenig davon landet aber auch in den Warehouses von Signatory Vintage.

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Ardmore | aged 25 years | Thompson Brothers

Es gibt schöne Abfüllungen von Ardmore, die von unabhängigen Abfüllern kommen. Ich weiß halt manchmal nicht, ob der Rauch von ex-Laphroaig-Fässern kommt oder Rauch aus ersten Hand ist. Er gibt dem Ardmore aber die interessante Note. Diese Abfüllung stammt von den Thompson Brothers, die zwei Hogsheads aus den Jahren 1998 und 1999 miteinander vermählt haben. Der Whisky ist also 25 Jahre alt, was ihn nicht günstig macht. Ende 2025 ist er in wenigen Shops für um die 235 € erhältlich. Nicht meine Preisklasse - aber ein Sample habe ich mir besorgt …

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Ardmore | aged 13 years | Thompson Brothers

Ardmore ist auch eine der Brennereien, die eher unter dem Radar laufen. Vor langer Zeit hatte ich mal den Port Wood und habe ihn irgendwie in guter Erinnerung. Und dann gibt es die Legacy, von dem ich eine geschenkte Flasche im Regal habe, die ich irgendwie weiterverschenken muss. Aber es gibt zum Glück immer mal wieder unabhängige Abfüllungen, die oft interessant sind. Diese kommt von den Thompson Brothers, das allein macht den Whisky interessant. Er ist 13 Jahre alt und reifte in zwei Refill Barrels. Eines davon enthielt die rauchige Variante, das andere war unpeated Ardmore - auch Ardlair genannt. Das macht die Abfüllung noch interessanter. Und er ist peated und Ende 2025 für unter 70 € erhältlich. Yes, dieser Whisky ist interessant!

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Benrinnes | aged 13 years | Signatory 100 Proof Edition #56

Es gab bereits Benrinnes in der 100 Proof Edition. Den fand ich gut, es war eine Sherry Bomb. Diese Ausgabe ist nicht ganz so dunkel, was auch schön ist, denn sie könnte ein anderes Profil und etwas Abwechslung präsentieren. Die Farbe ist schön golden, neben 1st Fill waren hier auch Refill Butts im Einsatz.

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Glen Scotia | aged 12 years | Whisky for the Year 2026

Es gibt Whiskys, bei denen es eigentlich verwunderlich ist, warum es sie erst jetzt gibt. Mein Einstieg in die Whiskywelt waren 12 Jahre alte Whiskys von Glenfiddich und Glenlivet. Wie kann es da sein, dass ein angemessener 12jähriger in der Core Range von Glen Scotia erst 2025 auftaucht? Egal - dieser Whisky erfüllt viel von dem, was ich mir als Nerd von guten Whiskys wünsche: Er ist 12 Jahre alt, er ist mit 46%vol. abgefüllt, nicht kühlgefiltert und nicht gefärbt. Eigentlich sind die Wünsche der Nerds doch gar nicht so abgehoben. Dieser Glen Scotia trägt den Titel 'Classic Campbeltown Malt', was zutreffend ist, denn er reifte klassisch in 1st Fill ex-Bourbon Barrels. Erhältlich ist er Ende 2025 für 42 €. Der Whisky ist unpeated. Ich finde das schade - für den Einstieg in die Glen Scotia Range ist es aber sicherlich die richtige Entscheidung.

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MacPhail’s | aged 50 years

Ok, das hier ist eine ganz besondere Erfahrung, vor der ich schon einigen Respekt habe. Dieser Whisky von Gordon & MacPhail ist 50 Jahre alt und stammt aus einer geheimen Speyside Distillery. Er kostet ca. 3.500 €, aber das spielt hier keine Rolle. Er wurde 2024 abgefüllt, stammt also aus den 1970er Jahren. Und ich freue mich massiv, eine schönes Sample von Kirsch Import erhalten zu haben, um so etwas einmal probieren zu können. Ein Whisky, den ich mir extra für das Neujahrstasting aufgehoben habe (ich mache das Tasting vor dem Jahreswechsel - aber das ist der würdige Zeitpunkt, es zu veröffentlichen). Die Farbe ist nicht zu dunkel, Angaben zum Fass finde ich nicht.

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