Glen Ord | 2009 – 2025 | James Eadie

Glen Ord ist eher selten als unabhängige Abfüllung zu finden, was schade ist, denn die beiden Abfüllungen aus der 100 Proof Edition hatten mir sehr gut gefallen. Mehr Glen Ord hatte ich bisher nicht, die Singletons von Diageo haben mich bisher nicht sonderlich interessiert. Diese Abfüllung von James Eadie dagegen könnte interessant werden, da es sich um eine Reifung im 1st Fill Bourbon Hogshead handelt. Also klassischer schottischer Whisky mit einem guten Alter von 16 Jahren. Im Frühjahr 2026 ist die Abfüllung eher nicht mehr erhältlich.

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Five in a Row | James Eadie

James Eadie ist jetzt seit mehr als 10 Jahren als unabhängiger Abfüller aktiv und hat es in dieser Zeit geschafft, sich einen guten Ruf in der Szene zu erarbeiten. Das liegt sicherlich auch daran, dass man sich nicht nur Gedanken um neue Abfüllungen macht, sondern auch versucht, die Whiskygeschichte aufzugreifen. So gibt es das Project 1927, das versucht, alte Methoden der Whiskyherstellung aufzugreifen und mit Hilfe junger, innovativer Distilleries Whiskys zu kreieren, die Prozesse der Whiskyindustrie des beginnenden 20. Jahrhunderts lebendig werden lassen.

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Aberfeldy | 2013 – 2025 | James Eadie

Dies ist erst der dritte Aberfeldy, den ich in diesem kleinen Blog verkoste. In den ersten Jahren mit Whisky hatte ich auch Aberfeldy, denn er hatte eine tolle Farbe und attraktive Flaschen. Dann habe ich mich ernsthafte mit Whisky beschäftigt und Aberfeldy wurde durch die Farbe für mich unattraktiv, denn sie ist Fake. Und so ist das auch heute bei den regulären Abfüllungen. Diese Abfüllung ist kein Sherry-Brett, sondern aus 1st Fill Bourbon Hogsheads und erscheint in der interessanten James Eadie Distillery-Serie. Im Frühjahr 2026 bekommt man die Abfüllung für 75 € bis 80 €.

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Clynelish | 2013 – 2026 | James Eadie

James Eadie hat mit der Serie The Distilleries of Great Britain & Ireland eine interessante Reihe gestartet. Die Illustrationen auf dem Label stammen aus einem Buch, das James Eadie über die Distilleries der Jahre 1922 - 1929 herausgegeben hat. Die Whiskys sind nicht mit Fassstärke aber erhöhter Stärke von ca. 52,5%vol. abgefüllt und es sind kleine Batches, keine Einzelfässer. So bleiben auch die Preise im Rahmen, auch wenn sie nicht das Niveau der Signatory 100 Proof Edition erreichen. Dieser Clynelish reifte die vollen 12 Jahre in drei Re-charred Hogsheads. Die Farbe ist hellgolden.

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Caol Ila | 2014 – 2025 | James Eadie

Am dritten Tag des Fèis Ìle geht es zum Open Day von Caol Ila. Das ist und bleibt die größte Distillery auf der Insel mit einem gewaltigen Output von 6,8 Mio. LPA - wenn sie auf vollen Touren läuft. Aber ob sie das wirklich tut? Ein Caol Ila von James Eadie, der in der Base irgendwie unter dem Radar läuft. Obwohl es über 300 Flaschen gibt, taucht er in keiner Sammlung auf und hat nur drei Bewertungen. Es gibt ihn auch nur in wenigen deutschen Shops - und das zu einem unattraktiven Preis von über 90 € im Frühjahr 2026. Das ist alles seltsam - aber da ich ihn aus einer James Eadie Teilung habe, kann ich mir ja selbst ein Bild von der Abfüllung machen. Denn sie hört sich nicht uninteressant an. Der Whisky ist 11 Jahre alt und wurde 11 Monate in einem Refill Amontillado Sherry Hogshead aus europäischer Eiche gefinisht. Die Farbe ist golden und nicht zu kräftig.

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Longmorn | 2014 – 2025 | James Eadie

James Eadie ist eigentlich ein junger unabhängiger Abfüller, der erst 2015 von Rupert Patrick gegründet wurde. Dessen Ur-Ur-Großvater war James Eadie, Besitzer einer Brauerei und Abfüller eines Blended Whiskys für die eigenen Pubs. Aber der Abfüller James Eadie beginnt, tief in der Whiskygeschichte zu graben. Eines der Ergebnisse ist ein Buch mit Reprints von Artikeln und historischen Fotos über die Distilleries in Great Britain Ireland, die in den 1920er Jahren erschienen sind. Dies wird durch Abfüllungen begleitet, zu denen dieser 11jährige Longmorn gehört, der exklusiv für Deutschland abgefüllt wurde. Einen kleinen Hype hat die Flasche scheinbar ausgelöst, denn sie war sehr schnell aus den Shops verschwunden. Ich hatte die Abfüllung in einen Blind Tasting von Peter Mosers Blog FOSM. Dort hat er mir gut gefallen, immerhin habe ich erkannt, dass er eine Bourbon Reifung ist. Ein weiteres Sample hat mir Kirsch Import zur Verfügung gestellt, sodass ich große Lust habe, den Whisky hier noch einmal zu verkosten. Er reifte vollständig in einem 1st fill ex-Bourbon Barrel, das eine klassische hellgelbe Farbe hinterlassen hat. Die 52,4%vol. sind wahrscheinlich eingestellt, zumindest steht nirgends Cask Strength.

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Finglassie | 2017 – 2025 | James Eadie

Ein Whisky aus einer Region, die ich sehr selten verkoste und einer Brennerei, die ich noch nie hatte. Das könnte spannend werden. Auf dem Etikett steht Finglassie Distillery, es handelt sich aber um die peated Variante der InchDarnie Distillery. Die liegt in den Lowlands, genauer dem Kingdom of Fife. Die dort ansässigen Distilleries hätten sehr gerne, dass Fife eine eigenständige Whiskyregion wird, da die Lowlands ja eher mal übersehen werden - auch von mir. Abgefüllt wurde der Whisky von James Eadie, einem Abfüller, der immer interessanter wird, da er zwar nicht wie auf dem Etikett angegeben bereits 1854, sondern real erst 2015 gegründet wurde, aber allerlei unternimmt, um tief in der Whiskygeschichte zu graben und sich mit der traditionellen Produktionsweise zu beschäftigen. Nerds mögen das … Der Whisky wurde 19 Monate in Refill Malaga Hogsheads aus europäischer Eiche gefinisht. Das ist auf dem Etikett transparent angegeben - auch das mögen die Nerds. Das Finish dürfte also nicht zu sehr dominieren, die Farbe ist jedenfalls nicht zu dunkel, sondern hat einen schönen Goldton mit einem ganz leichten rötlichen Einschlag.

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All Good Things Come in Threes | James Eadie – Looking for Legacy

Die Firma James Eadie wurde erst 2015 als unabhängiger Abfüller von Whisky gegründet. Da muss man sich ein wenig ins Zeug legen, um eine Geschichte zu finden, die mit der Legacy der alten Whiskyhäuser mithalten kann. Also bezieht man sich auf jenen James Eadie, der der Ur-Ur-Großvaters des Gründers Rupert Patrick war und eine Brauerei betrieb, die immerhin von Alfred Barnard erwähnt wurde. Ok, nicht im Whiskybuch - aber Barnard beschrieb in 'Noted breweries of Great Britain and Ireland', dass Eadie für seine Pubs - in der Hochzeit immerhin 300 an der Zahl - auch einen Whisky blendete. Darüber habe ich im Februar bereits geschrieben. Als Legacy ist das alles vielleicht etwas dünn - aber James Eadie will es wirklich wissen und taucht daher tief in die Historie des Scotch Whisky ein.

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Tamnavulin | 2013 – 2025 | James Eadie

Das ist tatsächlich der erste Tamnavulin in diesem kleinen Blog, was zeigt, dass es eine Brennerei ist, wie unter dem Radar läuft. Dabei produziert sie weit über 4 Mio. LPA. Andererseits gehört sie zu Whyte & Mackay, die eher für Farbmonster mit E150a stehen. Umso erfreulicher, dass dieser Whisky vom James Eadie eine integre Abfüllung ohne Farbe und Kühlfilterung dafür aber in Cask Strength ist. Der Whisky erhielt ein 20monatiges Finish im 1st fill Oloroso Sherry Butt aus europäischer Eiche und zeigt, wie man schöne, dunkelfarbige Whiskys auch ganz ohne künstliche Farbe hinbekommt.

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