Glenburgie | 2007 – 2026 | The Fashionable Five #4
Aus der Reihe der Fashionable Five von The Caskhound ist dies die vierte Abfüllung. 18 Jahre alter Glenburgie aus zwei ex-Bourbon Hogsheads. Es ist eine Vollreifung, die Farbe ist helles Gold.
Aus der Reihe der Fashionable Five von The Caskhound ist dies die vierte Abfüllung. 18 Jahre alter Glenburgie aus zwei ex-Bourbon Hogsheads. Es ist eine Vollreifung, die Farbe ist helles Gold.
Auch Glenlossie ist eine seltene Distillery hier im Blog, eine Distillery, die weit unter dem Radar läuft. Die Brennerei gehört Diageo und kann über 3 Mio. LPA produzieren. Ob sie das aktuell tut, ist natürlich die Frage. Aber insgesamt ist es halt einer der vielen Whiskys, die eher in den Blends untertauchen und eher nicht als Single Malt präsent sind. Die Abfüllung ist immerhin 16 Jahre alt und wurde in einem 1st Fill Oloroso Sherry Butt aus European Oak gefinisht. Die Farbe ist leicht dunkelgolden. Im Frühjahr 2026 ist der Whisky für 85 - 90 € erhältlich.
In der Reihe der Distilleries of Great Britain bringt James Eadie Abfüllungen von Brennereien, die eher selten bei den unabhängigen Abfüllern auftauchen. Aultmore gibt es ab und zu, viele hatte ich noch nicht. Diese Abfüllung ist 14 Jahre alt, reifte in einem Re-Charred Hogshead und hat eine recht dunkle Farbe. Im Frühjahr 2026 kostet die Abfüllung zwischen 70 und 90 € - eine recht große Spanne.
Auch Glendullan ist eine Distillery, die unter dem Radar fliegt und eher selten wahrgenommen wird. Ihr Output geht in die Diageo Blends und in den Singleton of Glendullan, der eher für den amerikanischen Markt konzipiert ist. Hier kommt eine unabhängige Abfüllung von James Eadie, klassisch gereift in zwei 1st Fill Bourbon Hogsheads, 12 Jahre alt. Die Farbe ist goldgelb.
In der Serie der Distilleries of Great Britain & Ireland von James Eadie erscheint dieser 14jährige Linkwood, der vollständig in zwei Re-charred Hogsheads reifte. Die Farbe ist golden.
Dailuaine, abgefüllt von Elixir Distillers in der The Single Malts of Scotland Reihe. Der Whisky reifte in einem Oloroso Sherry Hogshead und ist 16 Jahre alt. Der Whisky ist kräftig golden. Im Frühjahr 2026 ist der Whisky zu Preisen zwischen knapp 85 und knapp 95 € in den deutschen Shops noch gut erhältlich.
Dailuaine könnte eine wunderbare Distillery sein, die auch für Besucher:innen und Nerds interessant ist. Sie liegt knapp abseits der A 95 durch die Speyside. Ein kleines Sträßchen führt hinunter ins Tal des Spey, die Distillery liegt in einem kleinen Einschnitt, die alten Warehouses reihen sich entlang des Sträßchens. Das hat dann schon eine gewisse Whisky-Romantik. Die Brennerei hält das nicht mehr so ganz, sie ist auf Effizienz getrimmt und hat vor allem großzügige Verkehrsflächen für die Tanker, die die 5,2 Mio LPA in die Diageo Warehouses im Central Belt transportieren. Denn natürlich braucht niemand die tollen, steinernen Dunnage Warehouses für Konzernwhisky. Fährt man bei der Brennerei vor, sieht sie eher verlassen aus - aber es reichen ja 1 - 2 Beschäftigte, um eine moderne Distillery am Laufen zu halten. Da ist es dann vorbei mit der Whisky-Romantik.
Interessant ist ja immer dass, was auf der Abfüllung nicht draufsteht. Dieses Bottling von Elixir Distillers stammt aus einem Butt, so steht es auf dem Etikett. Das Wort Sherry taucht nicht auf, obwohl die Farbe darauf hindeutet und das Butt ein typisches Sherry Fass ist. Aber es gibt eben auch Weine, die nicht direkt aus dem Sherry Dreieck kommen und sich daher nicht Sherry nennen dürfen. Wie auch immer, der Whisky wurde 2024 abgefüllt, ist aber auch im Frühjahr 2026 noch ab knapp 65 € in etlichen Shops erhältlich.
Tilo Schnabel hat Whiskys abgefüllt, die er nur auf Messen anbietet. Die Reihe heißt Tilo's Fair(y) Tales und leider folgt The Caskhound dabei auch den Weg anderer Abfüller und nutzt für die Illustration der Etiketten KI. Da sieht nicht gut aus und entspricht nicht dem Standard, den The Caskhound z. B. mit den Illustrationen von Lana Mathieson gesetzt hat. Aber ok, es geht um den Whisky. Und der ist interessant: Royal Brackla, 22 Jahre gereift im Refill ex-Bourbon Fass. Das verspricht ehrlichen, gut gereiften Whisky. Die Farbe ist hellgolden. Ich habe die Flasche bei der Whisky Fair Limburg 2026 gekauft, der ersten Whiskymesse, die ich besucht habe, weil ich es mir nie so recht vorstellen konnte, am helllichten Tag durch überfüllte Hallen zu drängeln und völlig überfordert vom Angebot zu sein. Und genauso war es dann. Aber immerhin habe ich diese Flasche gefunden.
Dies ist die zehnte Ausgabe der Crazy Coos reloaded vom unabhängigen Abfüller Tilo Schnabel aka The Caskhound. Ich bedauere das, denn die zotteligen Kühe erinnern mich nicht nur immer an meinen ebenfalls zotteligen Maine Coon Kater - ich mag einfach die Illustration von Lana Mathieson, die so wunderbar zu schottischem Whisky passen. Sie sind humorvoll, mit gutem Strich gezeichnet und so viel besser als all der KI-Quatsch, der momentan so viele Labels verunstaltet. Aber ich bin sicher, dass Tilo Lana treu bleibt und es neue Serien mit neuen Animals of Scotland geben wird. Ach so, der Whisky ist ja auch wichtig: Es ist ein Glen Moray, der 15 Jahre im Red Wine Barrique reifen durfte. Normalerweise macht mir das Angst, weil ich gleich den Schwefel ahne - beim Caskhound hatte ich das Problem bisher nicht, weil er auf die Qualität der Fässer achtet. Auch das macht mich zum Fan.