Craigellachie | 2012 - 2023 | Berry Bros. & Rudd
Single Malt Scotch Whisky
54,3%vol. | aged 10 years | Butt #2949
un-chillfiltered
chillfiltered
natural colour
coloured
un-peated
peated
cask strength
Single Cask
Craigellachie von Berry Bros & Rudd, 10 Jahre alt und bereits 2023 abgefüllt und auf den Markt gekommen. Der Whisky reifte im Butt – mehr ist nicht angegeben. Könnte Refill sein, die Farbe ist eher helles Gold.
Nosing
In der Nase kommt der Craigellachie Charakter mit der funkigen Note und es kommt helles Karamell, Fudge mit Butter. Es kommen auch helle, reife Früchte, saftige Birne, dazu gelbe Pflaumen.
Taste
Im Mund ist der Alkohol schlechter eingebunden als in der Nase. Das wird mit einem Spritzer Wasser besser. Dann kommt viel Karamell mit ein paar Brombeeren und Milchschokolade. Die Worm Tubs geben einen schmutzigen Touch, der hier aber noch nicht wirklich schweflig wird, sondern gut zum Karamell passt.
Finish
Im Nachklang kommt noch etwas holz hinzu- bestimmend sind aber auch hier buttriges Karamell und Milchschokolade.
Conclusion
Der Whisky hat die Craigellachie DNA, die auch bei der 13jährigen Core Range Abfüllung zu finden ist, die zu meinen Lieblingswhiskys gehört. Aber bei der Berry Bros Abfüllung sind die Aromen weiter aufgedreht und deutlicher, obwohl er jünger ist. Das Holz ist kräftiger, der Funk ist deutlicher. Vielleicht ist der Alkohol ein kleines Manko, er ist kräftiger, als er sein sollte. Aber ein paar Tropfen Wasser verträgt er meiner Meinung nach, ohne zu verwässern. Das ist eine schöne Abfüllung.
Craigellachie Distillery
founded: 1891 | Region: Speyside
Owner: John Dewar & Sons (Bacardi)
Capacity: 4.300.000 LPA
LPA: Litres of Pure Alcohol
Quelle: Ingvar Ronde, Malt Whisky Yearbook 2026
Craigellachie ist eine von fünf Destillerien, die zu Dewar’s und damit Bacardi gehören. Die Distillery kühlt das Destillat mit Worm Tubs, Kupferröhren, die durch ein Wasserbad führen. Damit hat der Whisky weniger Kupferkontakt als in den modernen Kondensatoren, was zu einem schwereren, schwefligeren Whisky führt, der ggf. eine längere Reifung erfordert, dafür aber einen eigenständigen Charakter aufweist. Nur noch wenige Destillerien in Schottland nutzen diese traditionelle Technik.