Wolfburn | Morven | lightly peated

Ex-Islay Quarter Casks and 1st Fill Bourbon Casks | 46,0%vol.

un-chillfiltered

chillfiltered

natural colour

coloured

un-peated

peated

cask strength

Single Cask

Morven ist die torfige Version des Wolfburn. Wobei man hier eher im Bereich lightly peated angesiedelt sit. Also keine Konkurrenz zu Islay. Dabei ist man hier in Flow Country, einer der größten Moorflächen in Europa und der Welt. Der Whisky reift jeweils zur Hälfte in Ex-Islay Quarter Casks und in 1st fill Bourbon Casks. Auch er ist hell.
Im Blind-Vertical hat der den 4. Platz belegt. Kann der Morven im konzentrierten zweiten Tasting aufrücken?

Nosing

Die Frage ist, warum nehmen sie die Gummistiefel nicht aus dem Torf? Und woher kommt die Milchsäure? Das ist ein mit Gummistiefel und Joghurt geräucherter Whisky. Und nein, das ist nicht lecker.

Taste

Haben sie bei Wolfburn niemals einen Staoisha im Glas gehabt? Der ist auch jung – aber er schmeckt. Das hier ist dünne Gemüsebrühe mit wässrig aufgegossenem Gummistiefelextrakt. Und süßer Molke.

Finish

Warum soll man nach einem Nachklang von einem Whisky suchen, den man nicht trinken möchte?

Conclusion

Sorry, Wolfburn ist eine Distillery, die ich mögen möchte. Und es gibt gute Whsikys, trotz ihrer Jugend. Aber die Core Range ist kann mich beisher nicht begeistern, die Whiskys sind unreif und im Fassmangement schlecht geplant. Ich möchte diese Brennerei mögen – aber keinen der Northland, Aurora oder Morven würde ich zur Zeit in die Sammlung aufnehmen. That’s it!

Kyle of Tongue, Sutherland | © Klaus Bölling, www.boelling.de

Wolfburn Distillery

foundet: 2013 | Region: Highlands
Owner: Aurora Brewing Ltd.
Capacity: 135.000 litres

Quelle: Ingvar Ronde, Malt Whisky Yearbook 2022

Wolfburn ist die nördlichste aktive Brennerei auf dem schottischen Festland. Zumindest noch, denn in John O’Groats soll wohl eine noch nördlichere Distillery entstehen. Nun ja, einige dieser neuen Distilleries werden kämpfen müssen – denn wo soll das besondere Merkmal liegen?

Wolfburn hat es da besser, die Brennerei gehört zumindest zu den älteren der neuen und produziert seit 2013 Whisky. Es ist eine Distillery ohne Schnickschnack in einer simplen, unspektakulären Industriehalle. Aber man beruft sich auf alte Wurzeln, es gab seit 1821 ganz in der Nähe am Wolfburn, einem kleine Bach, die gleichnamige Distillery, die mit 125.000 Litern Alkohol die größte Destille in Caithness war. Aber 1859 war wohl schon wieder Schluss mit Lustig. Und heute sind nur noch restliche Fundamente vorhanden. Und eben die neue Wolfburn Distillery in der schmucklosen Halle.

Dafür legt man aber mehr Wert auf die Qualität des Whisky und lässt ihn lange im Washback gären, um fruchtige Aromen zu erzeugen. Genutzt wird sowohl unpeated (80%) als auch lightly peated Malt.

Wolfburn ist eine Distillery mit Potential und wird sich entwickeln. Da ist es egal, ob sie die Nördlichsten sind oder andere noch nördlicher bauen. Guten Whisky müssen sie machen …