Aros | 2013 - 2025 | The Caskhound

Single Malt Scotch Whisky

45,3%vol. | aged 12 years | Finished 1396 Tage in einem 1st Fill Tawny Port Barrique | undisclosed Tobermory

un-chillfiltered

chillfiltered

natural colour

coloured

un-peated

peated

cask strength

Single Cask

Eine Abfüllung aus der Reihe mit den 0,5 l Flaschen von The Caskhound. Ein Whisky aus einer Secret Hebredian Distillery, die auf der Isle of Mull liegt. Aros ist die Küstenregion südlich von Tobermory, ein Bild der Waterfront von Tobermory schmückt auch das Etikett. Also spekulieren wir, welche der zahlreichen Brennereien auf der Insel es wohl ist. Der Whisky reifte zunächst klassisch im ex-Bourbon Barrel und wurde dann für fast vier Jahre im 1st Fill Tawny Port Barrique gefinisht. Ein langes Finish, die Farbe bleibt aber angenehm unaufgeregt, hat vielleicht einen zarten rosa Einschlag im Gold. Die 45,3%vol. sind laut Etikett Cask Strength.

Nosing

Im Nosing startet der Whisky mit süßen, reifen Früchten, da sind Pfirsiche, da sind aber auch ein paar Trockenfrüchte und grünes Weingummi. Dann kommen auch herbere Aromen, schottische Marmelade mit ein paar bitteren Orangenschalen. Dazu gibt es Shortbread, im Hintergrund ist auch das Holz zu spüren, bleibt aber dezent. Der Alkohol ist bei dieser Stärke in der Nase nicht spürbar.

Taste

Im Geschmack beginnt die Marmelade mit den Orangen, wird dann aber durch Karamell und herberen Kakao abgerundet. Der Wein wird durch eine leichte Rotfruchtigkeit präsent, vielleicht etwas Himbeere und Brombeere, vielleicht auch in Form der künstlichen von Haribo – aber nicht so süß. Da sind auch die bitteren Orangenschalen, da ist etwas Holz, ein Hauch dunkler Schokolade. Das gibt dem Whisky einen leicht rauen Touch, der gut zur Hebrideninsel Mull passt.

Finish

Der Nachklang wird trocken, hat aber auch die Früchte mit der dunklen Schokolade, ein Praliné, das durch den aufgepuderten Kakao nicht zu süß wird und herbe Aromen am Gaumen hinterlässt.

Conclusion

Das ist ein leckerer Whisky mit einer schönen Balance aus süße und herberen Aromen. Der Port kommt dezent und gut eingebunden zur Geltung, es gibt keine schwefligen Fehlaromen. Bisher habe ich Tobermory vor allem in der rauchigen Variante Ledaig verkostet. Dieser unpeated Tobermory gefällt mir sehr gut, weil er zur Fruchtnote auch einen West Coast Charakter mitbringt.
Tobermory Lighthouse, Isle of Mull | © Klaus Bölling, www.boelling.de

Tobermory Distillery

founded: 1798 | Region: Islands (Highlands)
Owner: CVH Spirits
Capacity: 1.250.000 LPA

LPA: Litres of Pure Alcohol

Quelle: Ingvar Ronde, Malt Whisky Yearbook 2026

Tobermory Distillery in der gleichnamigen pittoresken Stadt auf der Isle of Mull gehörte zu Burn Stewart Distillers bevor diese zunächst von einem karibischen Finanzinvestor übernommen wurden und 2013 an die südafrikanische Distell Group verkauft wurden. Wie alle ehemaligen Burn Stewart Whiskys werden die Tobermory Standards mit 46,3%vol. abgefüllt.

Burn Stewart war nicht Bestandteil der Übernahme der Distell Group durch Heiniken und ging daher im April 2023 in CVH Spirits (Capevin Holding) auf.

Die Distillery produziert zwei Marken. Unter dem Brennereinamen Tobermory werden die nichtrauchigen, ungetorften Whiskys abgefüllt. Und unter der Marke Ledaig erscheinen stark rauchige eigenständige Abfüllungen, die bei den Fans sehr beliebt sind. Ledaig ist der Name unter dem John Sinclair die Brennerei 1798 gründete.

2019 wurde die Brennerei nach einer zweijährigen grundlegenden Überarbeitung wiedereröffnet.

The Caskhound

Tilo Schnabel  hat nach etlichen Fassteilungen und Abfüllungen im privaten Rahmen 2020 sein eigenes Label The Caskhound gegründet. Hierüber bietet er Fassanteile und eigene Abfüllungen an.

Neben den Caskhound-Abfüllung gibt es die Exquisite Casks und andere Abfüllungen z. B. in Zusammenarbeit mit Pat Hock (Hocksheads) oder Sebastian Büssing (Liquid Madness).