Auchentoshan | 2013 – 2025 | Signatory Vintage

Auchentoshan - das ist Lowlands, das ist Suntory: das ist schwierig. Es ist der zweite Auchentoshan in meinem Whiskyleben und bisher habe ich nicht das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Die Core Rage ist für mich nicht präsent und nicht interessant, ich denke da eher an wenig Alkohol und viel Farbe. Ok, viel Farbe gibt es hier auch, aber sie stammt aus dem 1st fill Oloroso Cask. Auchentoshan ist eine von zwei schottischen Distilleries, die dreifach destillieren (die andere ist Rosebank). Das zumindest könnte den Whisky interessant machen.

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Aberargie | Inaugural

Eine neue Distillery tritt auf den Plan - Aberargie. Die Brennerei liegt an der Grenze von den Lowlands zu den Highlands, pocht aber auf einen eigenen Stil. Die Distillery gehört Morrison Distillers und ist eine Farm Distillery, die ihre verwendete Gerste komplett selbst anbaut. Dabei setzt sie auf Golden Promise und Laureate Barley, die beide auch in diesem Inaugural Release verwendet werden (52% Golden Promise, 48% Laureate, beide getrennt verarbeitet und destilliert). Der Whisky hat keine Altersangabe, da die Brennerei bereits seit 2017 produziert, ist der Whisky aber nicht mehr ganz so jung. Die Reifung erfolgte je zur Hälfte in 1st Fill Bourbon und Sherry Casks.

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Whisky for Two | Awakening in the Lowlands

Wachen wir plötzlich in den Lowlands auf oder wachen die Lowlands auf? Nun ja, kleiner Spoiler vorweg: Eigentlich geht es um zwei Lowland Whiskys aus der Awakening Serie für Kirsch Import, die zur Whisky Live Germany 2025 in Hamburg erschienen ist. Aber irgendwie wachen ja auch die Lowlands auf, sieht man sich die Zahl der Distilleries an, die hier neu aufgemacht haben und die vor allem noch in Planung sind. Das birgt natürlich auch die Gefahr, dass es für einige der Brennereien ein böses Erwachen werden könnte. Denn der Markt hat sich radikal verändert.

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Lochlea | 2020 – 2025 | The Awakening Series

Ein fünfjähriger Lochlea aus der Awakening Series, die zur ersten Whisky Live Germany 2025 von Kirsch Import veröffentlicht wurde. Der Whisky ist im Oloroso Sherry Butt gereift und hat nach fünf Jahren eine sehr dunkle Mahagonifarbe. Das lässt auf intensives Holz schließen. Der Whisky kostet knapp 100 € und ist im Frühjahr 2026 in vielen Shops noch immer erhältlich.

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Finglassie | 2017 – 2025 | James Eadie

Ein Whisky aus einer Region, die ich sehr selten verkoste und einer Brennerei, die ich noch nie hatte. Das könnte spannend werden. Auf dem Etikett steht Finglassie Distillery, es handelt sich aber um die peated Variante der InchDarnie Distillery. Die liegt in den Lowlands, genauer dem Kingdom of Fife. Die dort ansässigen Distilleries hätten sehr gerne, dass Fife eine eigenständige Whiskyregion wird, da die Lowlands ja eher mal übersehen werden - auch von mir. Abgefüllt wurde der Whisky von James Eadie, einem Abfüller, der immer interessanter wird, da er zwar nicht wie auf dem Etikett angegeben bereits 1854, sondern real erst 2015 gegründet wurde, aber allerlei unternimmt, um tief in der Whiskygeschichte zu graben und sich mit der traditionellen Produktionsweise zu beschäftigen. Nerds mögen das … Der Whisky wurde 19 Monate in Refill Malaga Hogsheads aus europäischer Eiche gefinisht. Das ist auf dem Etikett transparent angegeben - auch das mögen die Nerds. Das Finish dürfte also nicht zu sehr dominieren, die Farbe ist jedenfalls nicht zu dunkel, sondern hat einen schönen Goldton mit einem ganz leichten rötlichen Einschlag.

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Ardmillan | 2013 – 2024 | The Caskhound

So ein bisschen nervt die schottische Whiskyindustrie ja mit dem Versteckspiel, dass sie unabhängigen Abfüllern auferlegt, wenn die manche Whiskys abfüllen wollen. Dieser Ardmillan ist ein teaspooned Whisky, es wurde also ggf. ein Schluck von irgendeinem anderen Whisky zugefügt, nur damit er kein Single Malt mehr ist. Und hier handelt es sich nicht um einen Macallan, bei dem man sich die unverschämten Preise nicht durch unabhängige Abfüllungen verderben lassen will - hier handelt es sich um Ailsa Bay, die völlig ungehypte Massenbrennerei von William Grant & Sons, die 12 Mio LPA Single Malt für die Blends herstellt. Was soll also dieser Unsinn? Der Ardmillan ist lightly peated, reifte zunächst im Refill ex-Bourbon Cask und kam dann für 789 Tage in ein 1st fill Moscatel Cask - das sind mehr als zwei Jahre. Die Farbe ist kräftig golden. Abgefüllt wurde er von Tilo Schnabel aka The Caskhound.

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Lochlea | 2018 – 2023 | Distillery Bottling

Lochlea ist eine Lowland Distillery, die vor allem deshalb interessant ist, weil John Campbell nach seiner Zeit bei Laphroiag hier als Production Director und Master Blender gelandet ist. Auf der anderen Seite ist es aber auch eine junge Destillerie, die für sich noch den Unique Selling Point finden muss. Klar, es ist eine Farm Distillery, die eigenes Getreide verarbeitet - aber auch von denen gibt es inzwischen einige. Immerhin, eine unverwechselbare Flasche hat man - der Whisky konnte mich aber bisher nicht unbedingt überzeugen. Das liegt natürlich vor allem an der Jungend und wird sich hoffentlich mit zunehmendem Alter ändern.

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Lochlea | Cask Strength | Batch 1

Lochlea ist eine junge Brennerei mit jungen Whiskys, die trotzdem versucht, eine interessante Range aufzubauen. Hoffentlich bleibt dabei genug Whisky übrig, um einen Stock für die Abfüllung älterer und reiferer Whiskys aufzubauen. Dies ist das erste Batch einer Cask Strength Reihe, abgefüllt aus ex-Bourbon und Oloroso Casks. Die Farbe ist dabei schon schön kräftig golden. Erhältlich ist Whisky Anfang 2024 für 55 € - 65 €.

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Lochlea | Fallow Edition (Second Crop)

Lochlea ist eine der jungen, neuen Brennereien, die authentischen Whisky produzieren wollen und damit dem Storytelling der Konzerne mit ihren Massenprodukten, die zu Luxusgütern hochstilisiert werden, etwas entgegensetzen möchten. Die Farm Distillery verarbeitet ihre eigene Gerste, produziert und lagert auf dem eigenen Gelände. Man hat eine eigens designte Flasche, deren Riffelung die Traktorspuren auf dem Feld symbolisiert, was den Anspruch unterstreicht, Spuren in der Whiskywelt hinterlassen zu wollen. Neben dem Standard-Whisky 'Our Barley' gibt es Sondereditionen wie die Seasonal Releases, die sich am Jahresablauf der Farm orientieren. Dies ist die zweite Ernte (second crop) der Fallow Edition, die die Zeit der Winter-Brache auf den Feldern thematisiert. Es ist ein dunkelfarbiger Sherry-Whisky für die Winterzeit.

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