Lord of the Tides | aged 16 years | Friendly Mr. Z Whiskytainment

Blended Malt Whisky

51,6%vol. | bottled 2025 | Refill Sherry Quarter Cask | undisclosed Highland Park, Bunnahabhain, Tobermory | Brühler Whiskyhaus

un-chillfiltered

chillfiltered

natural colour

coloured

un-peated

lightly peated

cask strength

Single Cask

Lord of the Tides ist ein Blended Malt, den Friendly Mr. Z Sascha Zander Ende 2025 über das Brühler Whiskyhaus auf den Markt gebracht hat. Es soll sich um einen Blend aus den drei Island Distilleries Highland Park, Bunnahabhain und Tobermory handeln, der im Refill Sherry Quarter Cask reifte. Mehr ist über den Whisky nicht zu erfahren. Angeboten wurde der Whisky für 98,90 € und war sehr schnell vergriffen.

Nosing

In der Nase fällt tatsächlich als erstes der leichte Highland Park Rauch auf. Die beiden anderen Whiskys dürften eher ungetorft sein, zumindest entfaltet sich kein Islay Rauch und Tobermory ist in der Regel ohnehin ohne Torf. Dazu kommt Getreide, etwas Shortbread und leicht matschiges Obst mit ein paar Pflaumen und überreifen Kirschen, die im Gras liegen.

Taste

Im Mund braucht der Whisky eigentlich kein Wasser, der Alkohol ist gut eingebunden und nicht zu kräftig. Es kommen durchaus auch ein paar Holznoten und etwas Kakao. Der Rauch ist kaum präsent, eher als leichter Funk mit Röstaromen im Hintergrund und Teil der herb-trockenen Ausprägung des Whiskys. Es kommt eine Konfitüre mit Pflaumen, Kirschen, wenig Zucker und bitteren Orangenzesten.

Finish

Sirupwaffeln mit Malz ohne ihre Süße, etwas Holz und Gewürze, Aspekte von verborgenem Rauch, Röstaromen und etwas Schmutz haften am Gaumen. Und dann kommt nach einiger Zeit auch der Rauch noch einmal hervor.

Conclusion

Ein schöner Whisky mit leichter Highland Park DNA, die im Geschmack eher im Hintergrund bleibt, in der Nase aber durchscheint. Der Whisky wird nicht zu süß und hat die leicht herben, rauen Noten der Inseln.

Salen Bay, Isle of Mull | © Klaus Bölling, www.boelling.de

Brühler Whiskyhaus

Das Brühler Whiskyhaus ist durchaus ein eigenständiger deutscher unabhängiger Abfüller. Marco Bonn hat eigene Fässer, die zum Teil in Schottland, vor allem aber irgendwo in der Eifel lagern und die er individuell finisht und reift. Daher werden sie Abfüllungen grundsätzlich als Single Malt Whisky gekennzeichnet, das Wort Scotch taucht nicht auf. Er ist also nicht nur auf Broker angewiesen, sondern kann auf eigenen Stock zurückgreifen. Das führt zu eigenständigen und interessanten Abfüllungen, die über eine verschworene Internet-Community schnell vergriffen sind und – sicherlich auch aufgrund der eigenständigen, manchmal provokativen Label – stark gehypt werden. Oftmals gute Abfüllungen, auch wenn es nur begrenzte Transparenz bezüglich der genauen Reifung gibt!