St. Kilian | 2018 - 2022 | Signature Edition - Twelve

Single Malt Whisky

50,8%vol. | unpeated Edition | ex Moscatel de Setúbal Dessertweinfässer, Jamaika-Rum, American Virgin Oak

un-chillfiltered

chillfiltered

natural colour

coloured

un-peated

lightly peated

cask strength

Single Cask

In der Signature Edition füllt St. Kilian interessante Cuvées aus ihrem umfangreichen Fass- und Holzsortiment zusammen. Hier sind es Moscatel, Rum und Virgin Oak, alle befüllt mit dem milden Spirit ohne Rauch. Das Problem – die Whiskys sind sehr jung, auch diese Abfüllung ist ca. 4 Jahre alt.

Nosing

In der Nase sehr hellfruchtig mit noch leicht harten Birnen aber auch weißem Pfirsich, der vom Moscatel kommen könnte. Der Whisky ist süß, es sind auch die jungen, gärigen Aromen vorhanden, es deutet aber auch eine etwas tiefere Basis an, vielleicht Vanille vom Virgin Oak. Mit gutem Willen könnte da Jaffa-Cake mit heller Schokolade sein, vielleicht auch Tropenfrüchte (Katjes, nicht Haribo). Ganz leichte Würze mit einem Hauch Nelke steigt auch auf. Insgesamt hell und zuckrig süß mit etwas Würze.

Taste

Er ist halt jung, das überdecken die deutlichen Fassaromen nicht unbedingt. Da ist irgendwie ein würzig-aromatischer Rum, es ist aber auch viel Süße vorhanden, Karamel mit Vanille-Zucker, tatsächlich auch wieder der Jaffa-Cake, vielleicht aber auch etwas Baumkuchen. Und Rum ist vorhanden, eher Rum-Aroma.

Finish

Da sind viele Aromen, die aus den Fässern kommen und aufgesetzt sowie leicht künstlich wirken.

Conclusion

Das ist nicht meins. Vielleicht liegt das an den Aromen, die ich mit Rum verbinde und die für mich nicht zum Whisky gehören. Die Aromatik ist für mich zu aufgesetzt und künstlich und es fehlen die Reife und die Tiefe. Der Whisky hat von der Aromatik fasst etwas likörartiges und erinnert mich an Whiskylikör. Sorry, aber mir ist da zu wenig Whisky im Aroma …

Disclaimer: Die Whiskys für dieses Tasting habe ich von St. Kilian zur Verfügung gestellt bekommen. Sie sind Teil eines Tastingsets, das ich über die Pressestelle der St. Kilian Distillers kostenfrei ohne weitere Verpflichtung oder Vorteile anfordern konnte, worüber ich mich sehr gefreut habe. Herzlichen Dank dafür!

Nicht Franken, sondern Frühling in Nordhessen ... | © Klaus Bölling, www.boelling.de

St. Kilian Distillery

founded: 2015 | Region:  Deutschland
Owner: St. Kilian Distillers GmbH (Andreas Thümmler)
Capacity: 600.000 litres

Quelle: Ingvar Ronde, Malt Whisky Yearbook 2024

Die Legende besagt, dass der Investmentbanker Andreas Thümmler und die irische Whiskylegende David F. Hynes, der mit John Teeling Cooley aufgebaut hat und nun gemeinsam mit ihm Great Northern macht, aus einer Schnapslaune heraus 2012 eine Whiskydistillery in einer alten Textilfabrik in Thümmlers fränkischem Heimatdorf Rüdenau planten.

Zumindest wurde daraus mehr als eine Schnapsidee, denn vier Jahre später war die Planung Realität und in Rüdenau wird auf zwei Pot Stills von Forsyths Whisky gebrannt. Es ist die größte Malzwhiskydestillerie in Deutschland und sie arbeitet nach schottischen Vorbild. Für die rauchigen Whiskys wird schottisches Malz von Glenesk Maltings importiert.