St. Kilian | 2019 - 2022 | Signature Edition - Eleven

Single Malt Whisky

46,2%vol. | peated Edition | Ex-Jack Daniel's Tennessee Whiskey

un-chillfiltered

chillfiltered

natural colour

coloured

un-peated

peated

cask strength

Single Cask

Die Signature Edition Eleven reifte ausschließlich in ex Jack Daniel’s Tennessee Whiskey Fässern. Okay – selten sind die sicherlich nicht. Als Besonderheit wird herausgestellt, dass der Whisky unter maximalem Einsatz des Reflux Condensors destilliert wurde und der höhere Kupferkontakt zu milderem Destillat führen sollte. Der Whisky ist sehr hell.

Nosing

In der Nase ist der Rauch sehr deutlich und durchaus kräftig vorhanden. Das liegt natürlich auch daran, dass der Whisky – Reflux-Condensor hin oder her – noch jung ist und der Rauch sich in der Reifung noch nicht abgebaut hat. Darunter liegt Süße, vielleicht milde, gedünstete Äpfel und gelbe, süße Kiwis. Der Rauch hat vielleicht sogar einen leicht maritimen Touch und wird mit der Zeit im Glas auch etwas milder.

Taste

Vielleicht hätte man den Reflux bei diesem jungen Whisky geringer halten sollen, damit der Rauch für mehr Charakter sorgt. So ist er vorhanden, wirkt aber insgesamt eher rund und wird von zu wenigen anderen Aromen unterstützt. Das ist Rauch auf einer süßen Karamellgrundlage, das Holz ist nicht dominant.

Finish

Der Rauch hätte das Zeug, diesem Whisky Charakter zu geben – dafür müsste er aber etwas rasser und maritimer sein. Er baut sich auf, es sind aber auch abstumpfende , leicht adstringierende Aromen vorhanden, die das Gesamterlebnis etwas trüben.

Conclusion

Rauch kann junge Whiskys nach vorne treiben – hier kann er diese Chance aber nicht ausreichend nutzen. Im Tasting wurde auf den maximalen Einsatz des Reflux Condensors hingewiesen, der für einen milden Spirit gesorgt hat. Dieser ist aber auch das Problem dieses Whiskys, der gefällig sein will, dazu aber noch nicht ausreichend Potential mitbringt.

Disclaimer: Die Whiskys für dieses Tasting habe ich von St. Kilian zur Verfügung gestellt bekommen. Sie sind Teil eines Tastingsets, das ich über die Pressestelle der St. Kilian Distillers kostenfrei ohne weitere Verpflichtung oder Vorteile anfordern konnte, worüber ich mich sehr gefreut habe. Herzlichen Dank dafür!

Nicht Franken, sondern Frühling in Nordhessen ... | © Klaus Bölling, www.boelling.de

St. Kilian Distillery

founded: 2015 | Region:  Deutschland
Owner: St. Kilian Distillers GmbH (Andreas Thümmler)
Capacity: 600.000 litres

Quelle: Ingvar Ronde, Malt Whisky Yearbook 2024

Die Legende besagt, dass der Investmentbanker Andreas Thümmler und die irische Whiskylegende David F. Hynes, der mit John Teeling Cooley aufgebaut hat und nun gemeinsam mit ihm Great Northern macht, aus einer Schnapslaune heraus 2012 eine Whiskydistillery in einer alten Textilfabrik in Thümmlers fränkischem Heimatdorf Rüdenau planten.

Zumindest wurde daraus mehr als eine Schnapsidee, denn vier Jahre später war die Planung Realität und in Rüdenau wird auf zwei Pot Stills von Forsyths Whisky gebrannt. Es ist die größte Malzwhiskydestillerie in Deutschland und sie arbeitet nach schottischen Vorbild. Für die rauchigen Whiskys wird schottisches Malz von Glenesk Maltings importiert.