Bushmills | Black Bush | Sherry Cask Reserve

40,0%vol. | Bourbon + Oloroso Sherry Casks

un-chillfiltered

chillfiltered

natural colour

coloured

un-peated

peated

cask strength

Single Cask

Five in a Row, ein Line Up aus fünf Whiskys z. B. einer Brennerei oder mit anderer Gemeinsamkeit, die an fünf aufeinander folgenden Tagen miteinander getastet, verglichen und dann in eine Reihenfolge gebracht werden.

Ok, beginnen wir die Bushmills Reihe mit einer einfachen Abfüllung. Nicht mit dem ganz einfachen ‚Original‘, aber auch mit einem Blend. Der Black Bush ist triple distilled, hat 40%vol. und soll neben dem Grain einen besonders hohen Anteil Malt Whiskey haben. Die Rede ist von 80%. Der Grain-Anteil stammt wohl aus der Midleton Distillery, da Old Bushmills nur Malt Whiskeys herstellt. Gereift wurden die Whiskeys in Ex-Bourbon und Ex-Oloroso Fässern. Ein etwas gehobenerer Blend also, der für unter 20 € erhältlich ist. Kann das was taugen?

Nosing

Er ist fruchtig an der Nase, jung, frisch und hat blumig irische Akzente. Es kommt auch eine leicht nussig-malzige Komponente. Das ist gar nicht mal schlecht. Im Hintergrund lauert aber auch eine metallische Bitterkeit und etwas Schärfe.

Taste

Auf der Zunge ist er weich und gar nicht mal so jung und jugendlich scharf. Die dreifache Destillation hat für irische Sanftmut gesorgt. Diffuse Frucht mit Vanille und Karamell und Malz, dann kommt eine holzige Bitterkeit, die verträglich bleibt, dann ist er weg. Die Aromen sind relativ kräftig, werden durch die 40%vol. aber schon deutlich verwässert.

Finish

Na gut, Finish ist nicht so sehr vorhanden. Aber eben auch keine bitteren oder muffigen Alt-Holznoten.

Conclusion

Diesen Whisky bekommt man für unter 20 €, es ist ein Blend – und er ist lecker, süß-malzig und süffig. Den muss man nicht lang tasten und zerlegen, der ist nicht komplex. Aber man kann ihn sehr gut nebenher trinken und er ist durch die dreifache Destillation, den Sherry-Anteil und einen hohen Single-Malt-Anteil ein netter Irish Whiskey. Kann man machen, wenn’s mal kein Malt für den fünffachen Preis sein soll. Und besser als die bisher von mir probierten Jamesons oder Paddy’s ist er auch.

Giant's Causeway, Northern Ireland | © Klaus Bölling, www.boelling.de

Old Bushmills Distillery

foundet: 1784 | Region: Northern Ireland
Owner: Casa Cuervo
Capacity: 9.000.000 litres

Quelle: Ingvar Ronde, Malt Whisky Yearbook 2022, Wikipedia

Bushmills ist die zweitgrößte irische Distillery nach Midleton. Die Brennerei liegt an der Nordküste von Nordirland in der Nähe von Giant’s Causeway und ist somit auch eine Touristenattraktion.

Bushmills ist eine der ältesten produzierenden Distilleries – auch wenn die angegebene Jahreszahl 1608 eher Legende ist und die Ursprünge der Distillery auf das Jahr 1784 datieren. Bushmills destilliert dreifach, was für viele irische Destillerien nicht mehr typisch ist.

1972 wird Bushmills Teil von Irish Distillers, die damit das Monopol über den irischen Whiskey haben, das erst gebrochen wird, als John Teeling 1987 die Cooley Distillery übernimmt.

Irish Distillers werden 1988 von Pernod Ricard übernommen, die die Old Bushmills Distillery 2005 aus kartellrechtlichen Gründen an den Konkurrenten Diageo verkaufen. Dieser wiederum gibt die nordirische Destillerie 2014 überraschend im Austausch für die Rechte an der Tequila Marke Don Julio an den mexicanischen Produzenten Casa Cuervo ab. Somit ist der nordirische Whiskey heute in mexicanischem Besitz.