Springbank | aged 12 years | Cask Strength - Batch 28

Single Malt Scotch Whisky

55,5%vol. | bottled 2025 | 100% Bourbon

un-chillfiltered

chillfiltered

natural colour

coloured

un-peated

lightly peated

cask strength

Single Cask

Zweiter Tag Campbeltown Malts Festival 2026, zweiter Springbank, der schwer oder nicht erhältlich ist.

Springbank 12 Cask Strength – ein Whisky, der auch jetzt, wo viele behaupten, der Whisky Hype sei vorbei, nicht zu bekommen ist. Zumindest nicht zu einem anständigen Preis. Vielleicht gelingt es, wenn man einen anständigen Local Dealer hat. Online ist er, wenn ich endlich mitbekommen habe, es könnte ihn gerade geben, jedenfalls nicht mehr zu bekommen. Also muss auch diesmal ein Sample reichen. Batch 28 ist im Herbst 2025 erschienen und eine reine ex-Bourbon Reifung mit hellgoldener Farbe.

Nosing

Yes, das ist Springbank. Der Funk ist da, der leichte Rauch ist da. Zusammen macht das ein typisches Aroma, das so kein anderer Whisky hat und das hier bei der reinen ex-Bourbon-Reifung vielleicht besonders pur zu Tage tritt. Dazu kommt Vanillecreme mit etwas Zitronenabrieb. Und der mineralische Geruch feuchter, algenbewachsener Steine an einem grauen Tag am Campbeltown Loch. Der Alkohol ist in der Nase nicht spürbar.

Taste

Auch ohne Wasser ist der Whisky gut trinkbar, der Alkohol hat Kraft, brennt aber nicht. Und er trägt starke Aromen auf die Zunge. Da ist der besondere Rauch, anders als Islay, trotzdem maritim und etwas schmutzig, gut eingebunden mit Vanillecreme und Mango Lassi. Mit etwas Wasser kommt mehr Karamell, vielleicht auch ein Hauch Marzipan. Da ist auch eine rauchige Variante der Füllung von Raffaelo-Kugeln.

Finish

Am Gaumen bleibt der kräutrige Rauch mit etwas Vanille-Karamell-Kokos-Creme. Und der Campbeltown Funk bleibt noch einige Zeit wunderbar in den Wangentaschen.

Conclusion

Ach ja, das ist irgendwie ein Traumwhisky, der als reine ex-Bourbon-Reifung wunderbar funktioniert und sein spezielles Aroma gut entfaltet. Eines Tages wird es mir vielleicht gelingen, wieder eine Flasche zu ergattern.
Machrihanish, Campbeltown, Kintyre | © Klaus Bölling, www.boelling.de

Springbank Distillery

founded: 1828 | Region: Campbeltown
Owner: Springbank Distillers (J & A Mitchell)
Capacity: 500.000 LPA

LPA: Litres of Pure Alcohol

Quelle: Ingvar Ronde, Malt Whisky Yearbook 2026

Springbank liegt in Campbeltown auf der Halbinsel Kintyre. Hier gab es einst über 30 Distilleries – heute sind Springbank und Glengyle (die zur gleichen Besitzerfamilie gehören) und Glen Scotia geblieben. Aber weitere Brennereien werden in den nächsten Jahren an den Start gehen.

Springbank produziert drei Marken: Longrow ist stark getorft und zweifach destilliert, Springbank lightly peated und zweieinhalbmal destilliert, Hazelburn ungetorft und dreimal destilliert. Direkt auf dem Nachbargrundstück betreibt man die Glengyle Distillery, die ihre Whiskys unter der Marke Kilkerran produziert.

Springbank macht alles so, wie wir Nerds es lieben: Keine Färbung, keine Kühlfilterung, Handarbeit ohne Automatisierung, beschäftigt werden die Menschen aus der Region, das Malz wird auf eigenen Malzböden produziert, gelagert und abgefüllt wird vor Ort. So sind unsere romantischen Träume von Whisky, hier werden sie Realität.

Die Kehrseite: Natürlich werden diese Whiskys gehypt und gesammelt – das Angebot ist zu knapp, die Preise steigen, die ‚Investoren‘ wittern ihre Chance. Auch wenn die Whiskys zu einem guten UVP herausgegeben werden, sind sie dafür eher nicht zu kaufen – zumindest nicht ohne Beziehungen zu Händlern vor Ort. Einige Online-Shops legen gleich eine ordentliche Schippe drauf und nehmen den Zweitmarktpreis vorweg. Und viele Fans, die diese Whiskys einfach nur genießen wollen, können oder wollen sie sich dafür nicht mehr leisten. Schade um diesen guten Stoff.

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