Springbank | aged 15 years | 2024 Edition
Single Malt Scotch Whisky
46,0%vol. | bottled 2024 | Sherry Casks
un-chillfiltered
chillfiltered
natural colour
coloured
un-peated
lightly peated
cask strength
Single Cask
Es ist Campbeltown Malts Festival und ich habe in diesem Jahr keine ausgewogene Mischung von Abfüllungen. Also beginne ich einfach mit einem Whisky, den ich sehr mag und leider nur schwer bekommen kann.
Der 15jährige Springbank ist einer meiner Lieblingswhiskys und ich bedauere es immer sehr, dass er praktisch niemals zum annähernden UVP erhältlich ist, wenn man nicht Beziehungen zu einem Händler hat. Dies ist ein 2024er Bottling mit Bottling Code vom 15.08.2024. Die Abfüllung reifte wohl vollständig in Sherryfässern und hat eine entsprechend dunkelrotgoldene Farbe.
Nosing
Taste
Im Mund ist der Alkohol optimal eingebunden, der Whisky füllt den Mund mit Malz und karamelisierten Früchten, Mango und Orange sind vorhanden, die Mousse mit einem Hauch Vanille. Und dazu der Rauch, der auch im Geschmack eine elegante Version des Campbeltown Funk bietet. Das ist einfach eine wunderbare Aromenkombination, die einzigartig ist.
Finish
Conclusion
Springbank Distillery
founded: 1828 | Region: Campbeltown
Owner: Springbank Distillers (J & A Mitchell)
Capacity: 500.000 LPA
LPA: Litres of Pure Alcohol
Quelle: Ingvar Ronde, Malt Whisky Yearbook 2026
Springbank liegt in Campbeltown auf der Halbinsel Kintyre. Hier gab es einst über 30 Distilleries – heute sind Springbank und Glengyle (die zur gleichen Besitzerfamilie gehören) und Glen Scotia geblieben. Aber weitere Brennereien werden in den nächsten Jahren an den Start gehen.
Springbank produziert drei Marken: Longrow ist stark getorft und zweifach destilliert, Springbank lightly peated und zweieinhalbmal destilliert, Hazelburn ungetorft und dreimal destilliert. Direkt auf dem Nachbargrundstück betreibt man die Glengyle Distillery, die ihre Whiskys unter der Marke Kilkerran produziert.
Springbank macht alles so, wie wir Nerds es lieben: Keine Färbung, keine Kühlfilterung, Handarbeit ohne Automatisierung, beschäftigt werden die Menschen aus der Region, das Malz wird auf eigenen Malzböden produziert, gelagert und abgefüllt wird vor Ort. So sind unsere romantischen Träume von Whisky, hier werden sie Realität.
Die Kehrseite: Natürlich werden diese Whiskys gehypt und gesammelt – das Angebot ist zu knapp, die Preise steigen, die ‚Investoren‘ wittern ihre Chance. Auch wenn die Whiskys zu einem guten UVP herausgegeben werden, sind sie dafür eher nicht zu kaufen – zumindest nicht ohne Beziehungen zu Händlern vor Ort. Einige Online-Shops legen gleich eine ordentliche Schippe drauf und nehmen den Zweitmarktpreis vorweg. Und viele Fans, die diese Whiskys einfach nur genießen wollen, können oder wollen sie sich dafür nicht mehr leisten. Schade um diesen guten Stoff.