Glen Scotia | 2009 - 2018 | Cask 214

60,2%vol. | First Fill Bourbon Barrel | selected by Kirsch Whisky

un-chillfiltered

chillfiltered

natural colour

coloured

un-peated

peated

cask strength

Single Cask

Ein bereits 2018 mit 60,2%vol. für Kirsch abgefülltes Single Cask von Glen Scotia, das Mitte 2022 zumindest bei einem Händler noch vorrätig ist. Der Whisky ist leicht rauchig, aus dem 1st fill Bourbon Barrel und hat eine schöne natürliche gelb-goldene Farbe.

Nosing

An der Nase ist sofort die Vanille präsent. Ist da tatsächlich Rauch? Es dauert eine kurze Zeit, dann ist der Rauch präsent, nicht zu stark und qualmig. Mit 60,2%vol. ist der Whisky sehr stark. Mit etwas Wasser kommt dann neben dem Rauch auch der Campeltown Funk, nicht vordergründig, aber im Hintergrund ist er präsent. Dazu gibt es auch einige Fruchtgummi-Aromen mit etwas Gebäck, vielleicht Fruit Scones.

Taste

Im Geschmack sind die Glen Scotia Aromen vorhanden – aber leider nur sehr verhalten. Fruchtige Vanille ist vorhanden, die sic h Richtung Trockenheit entwickelt und dabei die Fruchtaromatik verliert. Auch wenn es 1st Fill ist, können sich die Aromen auf der Zunge nur unzureichend entwickeln.

Finish

Der Whisky klingt trocken aus, hat eine leichte Bitterkeit, bleibt aber nicht sehr nachhaltig.

Conclusion

Eigentlich schade, der Whisky könnte aus einem 1st fill Bourbon Fass schönere Noten entwickeln, die hier aber nur ansatzweise vorhanden sind. Er startet sowohl an der Nase als auch im ersten Eindruck auf der Zunge recht vielversprechend, kann sich dann aber nicht wirklich gut entwickeln, die Aromen bleiben flach und eindimensional. Er ist nett – aber es fehlt leider der letzte Kick, der zu einem guten Whisky führt. Er hätte mehr Zeit als die ihm vergönnten nicht ganz 9 Jahre zur Reifung benötigt.

Kilmartin, Argyll and Bute | © Klaus Bölling, www.boelling.de

Glen Scotia Distillery

foundet: 1832 | Region:  Campbeltown
Owner: Loch Lomond Group (Hillhouse Capital)
Capacity: 800.000 litres

Quelle: Ingvar Ronde, Malt Whisky Yearbook 2022

Drei Distillerys sind von den 1825 etwa 30 Brennereien übriggeblieben. Auch wenn vor allem Springbank gehypt wird – Glen Scotia hat sich in den letzten Jahren zu einem echten Tipp entwickelt. Noch sind die Whiskys bezahlbar und verfügbar. Aber sie geraten leider immer mehr in den Fokus.

Aktuell gehört die Brennerei zur Loch Lomond Group, die wiederum der chinesischen (Hongkong) Kapitalgesellschaft Hillhouse Capital gehört.