Craigellachie | aged 17 years

46,0%vol. | American Oak

un-chillfiltered

chillfiltered

natural colour

coloured

un-peated

peated

cask strength

Single Cask

Five in a Row, ein Line Up aus fünf Whiskys z. B. einer Brennerei oder mit anderer Gemeinsamkeit, die an fünf aufeinander folgenden Tagen miteinander getastet, verglichen und dann in eine Reihenfolge gebracht werden.

Eine 17jährige Abfüllung aus der Core Range, erhältlich für etwa 80 €. Gereift in American Oak Casks, Angaben zur Färbung und Filterung sind nicht zu finden. Er ist wohl nicht kühlgefiltert, könnte aber etwas Farbe enthalten.

Nosing

Vanille und ein paar Bananen, etwas Haferbrei, Oatcakes und Blockmalz. Dabei ist die Süße zurückhaltend. Etwas Orangeat kommt hinzu. Holz ist spürbar, wird aber im Nosing nicht bitter. Das Aroma ist kräftig und tendiert eher in die herb-würzige Richtung, ist aber mit Frucht unterlegt.

Taste

Kräftig und reif im Geschmack, die Vanille ist direkt aus der Schote und kein aromatisierter Zucker, dazu kommt Orangensaft mit einem Schluck Kiba (Kirsch/Banane), vielleicht auch Mango, die Süße wird durch mildes Holz aufgefangen. Der Whisky ist gut gereift und hat dem Alter entsprechend miteinander verbundene Aromen. Am Schluss kommt auch eine südliche Kräutermischung hinzu.

Finish

Ein angenehmer Nachklang, der Whisky bleibt herb-kräftig im Mund, ohne zu starke Holzaromen zu entwickeln. Es kommen auch keine muffigen Noten alter Fässer, sodass der Wunsch nach einem weiteren Schluck stärker wird.

Conclusion

Ein charaktervoller Whisky, der seinem Alter gerecht wird, nicht zu dick aufträgt und gut trinkbar ist. Auch im Preis ist er noch akzeptabel.

© Klaus Bölling, www.boelling.de

Craigellachie Distillery

foundet: 1891 | Region: Speyside
Owner: John Dewar & Sons (Bacardi)
Capacity: 4.100.000 litres

Quelle: Ingvar Ronde, Malt Whisky Yearbook 2022

Craigellachie ist eine von fünf Destillerien, die zu Dewar’s und damit Bacardi gehören. Die Distillery kühlt das Destillat mit Worm Tubs, Kupferröhren, die durch ein Wasserbad führen. Damit hat der Whisky weniger Kupferkontakt als in den modernen Kondensatoren, was zu einem schwereren, schwefligeren Whisky führt, der ggf. eine längere Reifung erfordert, dafür aber einen eigenständigen Charakter aufweist. Nur noch wenige Destillerien in Schottland nutzen diese traditionelle Technik.